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Audimax nicht einsatzfähig Manege frei: Darum lernen Studenten in Niedersachsen jetzt in diesem Zirkuszelt

Zirkuszelt Braunschweig Universität
Studenten der TU Braunschweig sitzen ab dem Sommersemester nicht nur im Hörsaal, sondern teilweise auch in einem Zirkuszelt. Es dient als Ersatz für das renovierungsbedürftige Audimax.
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Bis zu 800 Studenten pauken in Braunschweig ab April in einem Zirkuszelt. Es dient als Ersatz für das renovierungsbedürftige Audimax, den größten Hörsaal der TU Braunschweig.

Manege frei heißt es ab diesem Semester für die Studenten der Technischen Universität Braunschweig. Doch statt Clowns und Jongleuren gibt es auf dem Campus in Niedersachsen den Drahtseilakt des Uni-Lebens: Denn ab dem Sommersemester 2019 werden Vorlesungen und Veranstaltungen in einem Zirkuszelt abgehalten.

Das 18 Meter hohe, knallrote Zelt dient als Ersatz für das renovierungsbedürftige Audimax und bietet 800 Studierenden Platz. Der Hörsaal-Ersatz steht auf einer freien Rasenfläche und ist beleuchtet und beheizt. Die Vorbereitungen seien abgeschlossen, die Generalprobe bei einer Abendveranstaltung habe tadellos geklappt, sagte eine Sprecherin der Uni. Wie der Spiegel berichtet, gehörte das Zelt früher dem Zirkus Sarrasani und war sogar schon in Abu Dhabi im Einsatz. Nachdem die Sarrasani GmbH vor zwei Jahren insolvent ging, wurde das Zelt an den Verein "KulturImZelt" verkauft; dieser vermietet es nun an die TU Braunschweig.

Zirkuszelt Uni Braunschweig
Beheiztes Zelt und rote Sitze statt harter Holzbänke – hier wird ab dem Sommersemester 2019 Maschinenbau und Co. gelehrt
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Auf roten Stühlen und runden Zuschauertribünen statt auf harten Hörsaalbänken können Studenten hier nun fürs Leben lernen: Auf dem Stundenplan stehen Maschinenbau, Architektur oder Elektrotechnik. Mindestens für zwei Semester gibt es Akrobatik, aber nur auf dem Papier – die erste Vorlesung findet am 8. April statt.

Mit der Sanierung im Audimax sollen brandschutztechnische Anforderungen umgesetzt und die Barrierefreiheit verbessert werden. Die Renovierung des größten Hörsaals in der Uni sollen bis zum Sommer 2020 dauern. Einen Großteil der Kosten in Höhe von 6,7 Millionen Euro trägt die Uni nach eigenen Angaben selbst. 900 000 Euro steuert das Wissenschaftsministerium in Hannover bei.

lau DPA

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