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Meinung

Aminata Belli über Chemnitz: "Meine größte Angst, seit ich denken kann, sind Neonazis"

Aminata Belli ist eine erfolgreiche Influencerin. Als Kind musste sich die Tochter eines Afrikaners bei Nazi-Aufmärschen verstecken. Mit der AfD und Chemnitz ist die Angst zurück. Die Modejournalistin fordert: Steht alle gemeinsam auf!

Ein Gastbeitrag von Aminata Belli

Aminata Belli: "Wir sind das Volk und nicht die"

Aminata Belli: "Wir sind das Volk und nicht die"

Beim Öffnen meines Facebook-Feeds springt mir Hass entgegen. Purer, lauter, inständiger Hass, der sich in meinen Körper frisst und all meine Haare aufstellen lässt. Gänsehaut, Angst, Wut. Und vor allem eins: absolute Ratlosigkeit. Bis auf eine Frage, die sich immer wiederholt: "Was soll ich jetzt tun?"

Meine Mutter hat eine klare Meinung dazu. Als ich gestern Abend völlig aufgebracht aus dem Film "BlacKkKlansman" kam, erreichte mich eine besorgte Nachricht von ihr. "Ich bin sehr beunruhigt über das, was gerade in Chemnitz abgeht. Bitte, bitte sei ein bisschen vorsichtig. Und wenn solche Nazi-Demos stattfinden, dann geh bitte weg!!! Das sind gehirnlose Bösewichte. Hasserfüllt. Da nützt Mutigsein gar nix. Also bitte lauf nicht überall so sorglos rum und bitte pass auf."

Meine Mutter hat Angst

Meine Mutter hat Angst. Angst um ihr Kind mit brauner Haut und Afrohaar. Die hatte sie schon immer. Da, wo wir herkommen, gab es in den 90er Jahren nämlich tatsächlich Naziaufmärsche, bei denen ich mich dann verstecken musste. Ein Rechtsradikaler hat mir als Kleinkind tief in die Augen geschaut, ist mit seinem Finger über seinen Hals gefahren und hat mir so symbolisiert, was er am liebsten mit mir machen würde. Meine größte Angst seitdem ich denken kann: Neonazis.

Dann wurde es besser. Weniger Glatzen mit Springerstiefeln. Weniger Hass. Weniger Hitlergrüße. Bis die Flüchtlingskrise, Pegida, Trump und die AfD plötzlich all die braunen Keime wieder gedeihen ließ, ich jetzt meinen Facebook-Feed öffne und jene Szenen aus Chemnitz sehe.

Am liebsten würde ich wegrennen

Mein Herz tut mir weh, mein ganzer Körper. Am allerliebsten würde ich meine Augen verschließen, davor wegrennen. Doch das geht nicht. Das können wir nicht. Und das wollen wir auch nicht! Mama sagt, es hilft kein Mut. Und wisst ihr was? Das befürchte ich auch. Ich befürchte, dass es für mich nicht möglich ist, direkt etwas gegen die Meinung dieser Menschen zu tun. Ich kann sie nicht von ihrer Ideologie abbringen. Ich kann mit besorgten Bürger, die die AfD wählen, sprechen. Ich kann aber keine Neonazis davon abhalten, Migranten zu jagen. Und falls es einen Weg gibt, diese Menschen noch von positiven Werten zu überzeugen, dann bin ich sicherlich nicht die richtige Person. Denn abgesehen davon, dass die mir nicht zuhören würden, würden die mir auch nicht glauben.

Deshalb ist es wichtig, dass wir alle gemeinsam unsere Stimme erheben; alle gemeinsam gegen Ausländerfeindlichkeit aufstehen. Gemeinsam sind wir stark! Wir müssen dafür sorgen, dass wir alle sorglos in Deutschland leben können. Dass sich die Intoleranz nicht noch weiter nach vorne prügelt! Dass Mütter keine Angst um ihre Kinder haben! Dass die Polizei die Lage nicht unterschätzt! Dass der Hass sich nicht noch mehr verbreitet! Denn WIR sind das Volk! WIR sind das Volk und nicht die!

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Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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