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ARD-Show "Wichtiger als Deichbau": Carolin Kebekus liefert Sexualkundeunterricht

Carolin Kebekus Show
Carolin Kebekus spricht in ihrer Sendung über moderne Sexualaufklärung
© WDR/Nirén Mahajan / ARD
Obwohl Sex ein wichtiges Thema ist, wird es in der Schule sträflich vernachlässigt. Carolin Kebekus schafft Abhilfe – mit Unterstützung einiger Promis.

Im Laufe ihres Lebens haben Deutsche durchschnittlich mehr als 2000 Mal Sex. Mit dieser beeindruckenden Zahl leitet Carolin Kebekus den Themenschwerpunkt ein, den sie am Donnerstagabend in ihrer Show gesetzt hat. Denn obwohl Sex ein wichtiges Thema ist, wird dies im Schulunterricht vielerorts sträflich vernachlässigt. Sie selbst habe deutlich mehr über Fotosynthese und den Dreißigjährigen Krieg gelernt als über Geschlechtsverkehr. 

Ein Grund für den nachlässigen Umgang mit Sex: Lehrer sprechen einfach ungern mit Schülern über dieses Thema. Kebekus zitiert eine Befragung aus Schleswig-Holstein, derzufolge Lehrkräfte an Grundschulen lieber über Deichbau unterrichten als über Sexualität. "Redet ihr lieber über was, wo Schafe draufkacken?", fragt die Moderatorin entgeistert.

Carolin Kebekus über Pornos

So holen sich dann viele Jugendliche ihre Informationen aus dem Internet, etwa indem sie Pornos gucken. Keine gute Idee, findet Kebekus: "Und dann haben Jungs ihr erstes Mal und wundern sich, dass die Frau keine willenlose Schwertschluckerin ist und ihre Stiefmutter nicht mitgebracht hat."

Wie groß die Bildungslücken tatsächlich sind, demonstriert Kebekus anhand ihres eigenen Teams: Viele ihrer Mitarbeiter scheiterten daran, einfache Fragen über Sex akkurat zu beantworten. Und so hat sich die Comedienne vorgenommen, das Projekt Aufklärung selbst in die Hand zu nehmen – und sich dazu prominente Hilfe geholt: Zusammen mit Aminata Belli, Parshad Esmaeili, Nicolas Puschmann und Irina Schlauch erklärt Kebekus, "was ihr schon immer über Sex wissen solltet".

Fachliche Unterstützung liefert das Team von "Knowbody", das eine App mit Lehrplänen erstellt hat -  für Themen, "die wichtiger sind als Deichbau". Auf der Website dcks-education.de sind die dabei entstandenen Videos abrufbar. Aminata Belli unterstreicht in ihrem Beitrag, wie wichtig Konsens ist und das immer die Regel gilt: Nein heißt nein. Nicolas Puschmann und Irina Schlauch erzählen, welche weiteren sexuellen Orientierungen und Identitäten es neben der Heterosexualität noch gibt. Und Parshad Esmaeili klärt über weibliche Lust auf.

Vielleicht auch eine gute Anregung für Lehrer, die aus Unlust im Unterricht lieber über Deichbau statt Sex reden wollen: Warum nicht einfach ein paar Videos abspielen? Carolin Kebekus hat eine brauchbare Vorlage geliefert.

Viel Unwissen kursiert beispielsweise beim Thema Jungfernhäutchen. Der stern ist den größten Mythen nachgegangen und schafft mit Fakten Klarheit, wie Sie hier nachlesen können. 

Hier können Sie sich die Beiträge der "Carolin Kebekus Show" anschauen

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