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Leiter, Rolltreppe, Ex-Soldat: Donald Trump, seine Mauer und ein kurioser Spendenkampagnen-Wettkampf im Netz

US-Präsident Donald Trump bekommt vom Kongress kein Geld für seine Mauer. Deshalb will ihm nun ein Ex-Soldat mit einer Spendenkampagne helfen – und löst damit einen kuriosen "Crowdfunding-Krieg" aus.

Donald Trump, seine Mauer und ein kurioser Spendenkampagnen-Wettkampf im Netz

Im Netz ist ein kurioser Spendenkampagnen-Wettkampf um Donald Trumps Mauer entfacht

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Dreieinhalb Jahre ist es inzwischen her, als Donald Trump offiziell verkündet, er wolle bei der Präsidentschaftswahl 2016 für die Republikaner antreten. In New York, in seinem von ihm gebauten Trump Tower, kündigt er an, er werde Amerika wieder groß machen. Auch sein großes Wahlkampfversprechen macht er an diesem Tag: "Ich werde eine große, große Mauer an unserer südlichen Grenze bauen und ich werde Mexiko für diese Mauer bezahlen lassen."

Schon damals ist klar. Mexiko wird nie für diese Mauer zahlen. Stand jetzt werden auch die USA nicht zahlen. Der Kongress will deren Finanzierung nicht genehmigen. Deshalb stehen die Regierungsgeschäfte in den USA nun größtenteils still. "Shutdown" heißt dieses Szenario. Dabei müssen Behörden schließen, weil ihre Finanzierung ausläuft. Eine mögliche Einigung sei unwahrscheinlich, sagen Experten. Dazu müssten schließlich die Demokraten einer Finanzierung zustimmen. Aber vielleicht braucht es auch keine. Denn ein US-Veteran hat nun auf der Crowdfunding-Plattform "Gofundme" eine Spendenkampagne für Trumps Mauer ins Leben gerufen.

Ein Ex-Soldat will Donald Trump helfen

Brian Kolfage heißt er und will eine Milliarde Dollar dafür zusammenbekommen. Die Zwischenbilanz des 37 Jahre alten Air-Force-Piloten kann sich sehen lassen: Knapp 260.000 Menschen haben fast 16 Millionen Dollar gespendet. Allerdings durfte Kolfage auch beim TV-Sender Fox-News Werbung für seine Kampagne machen. Wie die US-Zeitung "Washington Post (WP)" schreibt, habe der Veteran am vergangenen Sonntag den Spendenaufruf gestartet.

Als Grund nennt er dem Blatt, dass die "politischen Spielchen" zwischen Republikanern und Demokraten die Finanzierung der Mauer verhindern würden. "Es ist an der Zeit, das Spiel mit den Wählern zu beenden. Wenn uns gesagt wird, dass wir etwas bekommen – trotzdem aber nicht bekommen, dann machen wir es eben selber möglich", schreibt Kolfage in einer E-Mail an die "WP".

Wie erfolgreich der Ex-Soldat mit seinem Vorhaben sein wird, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall scheint sein Aufruf zu polarisieren. Denn es gibt bereits einige Gegenbewegungen. Unter anderem hat ein Bostoner Journalist namens Luke O'Neil eine andere Spendenkampagne auf "Gofundme" gestartet.

Bizarre Spendenkampagnen für Rolltreppen und Leitern

Er sammle das Geld laut eigener Aussage "für eine Reihe von riesigen Rolltreppen auf beiden Seiten": "Für den unwahrscheinlichen Fall, dass die Mauer doch gebaut wird, lasst uns doch vorbereitet sein, indem wir eine Reihe von riesigen Rolltreppen bauen."

200 Millionen Dollar will er zusammenbekommen. Bereits 7000 Dollar wurden gespendet. Die Rolltreppen sind allerdings ein Vorwand, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie seien eine Metapher, sagt er. Stattdessen gehe das gesammelte Geld an eine Flüchtlingsorganisation, wie O'Neil bei Twitter klarstellt.

Der Journalist ist nicht der Einzige mit einer solchen Idee. Bereits zuvor hatte ein Spendenaufruf für "Leitern" – ebenfalls auf "Gofundme" – für Aufmerksamkeit gesorgt. Auch hier wollte die Initiatorin ein Zeichen setzen. Auch hier spendeten viele (knapp 6000 Menschen 132.000 Dollar). Nach wie vor bewegt Trumps Mauer die Menschen – anscheinend so sehr, dass es nun eine Art Spendenkampagnen-Wettkampf ausgelöst hat. 

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Quellen: Washington Post / Mashable / Gofundme

rpw
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.