Der FSB vereitelte nach eigenen Angaben einen "von Kiew geplanten Terroranschlag" auf eine Einrichtung der Strafverfolgungsbehörden in der Region Stawropol. Konkret hätte der "1997 geborene Staatsangehörige eines der zentralasiatischen Länder" die Bombe per Fernsteuerung zünden wollen, "während die Frau vor Ort sterben sollte", erklärte der FSB. Der Mann sei "Unterstützter einer radikalen Ideologie".
Der Sprengsatz enthielt den Angaben zufolge 1,5 Kilogramm TNT. Die Explosion sei durch elektronische Störmaßnahmen verhindert worden.
Dem FSB zufolge erfolgte die Festnahme der Deutschen in der Kaukasusstadt Pjatigorsk. Im staatlichen russischen Fernsehen waren Bilder zu sehen, die die Festsetzung einer Schwarz gekleideten Frau auf einem Parkplatz zeigten. In einem weiteren Video eskortierten Sicherheitskräfte einen Mann in eine Polizeistation. Anschließend war die kontrollierte Explosion eines Rucksacks zu sehen. Den beiden droht eine lebenslange Haftstrafe wegen Terrorismus.
Ein Sprecher des Auswärtigen Amts sagte in Berlin, die Medienberichte zur Kenntnis genommen zu haben. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes wollte er sich aber nicht weiter zu dem Sachverhalt äußern.
Seit Beginn des Militäreinsatzes in der Ukraine vor mehr als vier Jahren haben die russischen Behörden Dutzende Menschen festgenommen, die im Auftrag der Ukraine Sabotagearbeiten geplant haben sollen. Dabei soll die Ukraine Moskau zufolge zunehmend auch mit islamistischen Fundamentalisten zusammenarbeiten.