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Proteste gehen weiter: 16-jähriger Demonstrant in Venezuela durch Kopfschuss getötet

Bei Protesten gegen die Regierung in Venezuela ist ein weiterer Demonstrant getötet worden.

Die Unruhen in Venezuela haben ein weiteres Menschenleben gefordert. Ein 16-Jähriger erlag am Donnerstag seinen Verletzungen, die er einen Tag eher durch einen Kopfschuss erlitten hatte, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Während des zweitägigen Generalstreiks in dem südamerikanischen Land gab es insgesamt fünf Todesopfer.

Bereits am Mittwoch waren bei den Protesten der Regierungsgegner drei Menschen getötet worden, am Donnerstag kam zudem ein 49-jähriger Demonstrant ums Leben. Die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Protestwelle gegen Staatschef Nicolás Maduro Anfang April erhöhte sich somit auf 108.

Die rechtsgerichtete Opposition kämpft seit Monaten für eine Amtsenthebung Maduros. Sie macht ihn für die Wirtschaftskrise im ölreichen Venezuela verantwortlich, die sich durch den Fall des Preises für Erdöl auf dem Weltmarkt verschärft hat.

Maduro hält trotz der Massenproteste an der für Sonntag geplanten verfassunggebenden Versammlung fest. Seine Gegner werfen ihm vor, er wolle das Gremium mit eigenen Anhängern besetzen, um sich "diktatorische Vollmachten" zu sichern. Für Freitag plant die Opposition einen großen Protestmarsch in Caracas.

AFP

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