In einem im November in Onlinenetzwerken veröffentlichten Video hatten sechs Mitglieder des Kongresses Soldaten aufgerufen, "illegale Befehle" zu verweigern. Als Beispiele nannten sie den Einsatz von Soldaten gegen Demonstranten, wie US-Präsident Trump ihn etwa in Los Angeles angeordnet hatte. Sie übten darüber hinaus scharfe Kritik an der Tötung mutmaßlicher Drogenschmuggler durch US-Streitkräfte vor der Küste Lateinamerikas.
Zu den Senatoren, die zuvor alle beim Militär gedient oder bei US-Geheimdiensten gearbeitet hatten, gehörten unter anderem Mark Kelly aus Arizona und Elissa Slotkin aus Michigan.
US-Präsident Donald Trump hatte in einer Reaktion auf das Video Haftstrafen für die Senatoren gefordert. "Die Verräter, die dem Militär befohlen haben, meine Befehle zu missachten, sollten jetzt im Gefängnis sein", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
Sloktin bekräftigte am Dienstagabend im Onlinedienst Instagram, dass das 90-sekündige Video "lediglich das Gesetz zitiert" habe und fügte hinzu, dass diese "politisierte Ermittlung" hoffentlich endgültig beendet sei.
Die Trump-Regierung ist wegen ihres Einsatzes von US-Streitkräften in die Kritik geraten. Im Inland hatte Trump die Nationalgarde in eine Reihe von Städten geschickt, die von den oppositionellen Demokraten regiert werden.
Mit Blick aufs Ausland hatte im Herbst die verstärkte US-Militärpräsenz vor der Küste Venezuelas für massive Kritik gesorgt. Seit September griff die US-Armee immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Anfang Januar wurde der linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz gefangen genommen und in die USA gebracht.