Bereits am Donnerstag hatten Polizisten einen unbekannten Menschen im Leipziger Auwald verfolgt, der fast 46 Kilogramm Bärlauch aus dem Waldboden geerntet hatte. Der oder die Unbekannte konnte demnach flüchten. In beiden Fällen wurden die Knollen beschlagnahmt. Die Polizei ermittelt wegen Diebstahls.
In Sachsen, aber auch anderswo werden während der Bärlauchsaison regelmäßig Täter gefasst, die Großmengen des Gewächses ernten oder noch vor dem Sprießen die Knollen ausgraben. Der im Frühjahr wachsende Bärlauch ist im Leipziger Auwald und im Umland weit verbreitet.
Das Gewächs mit dem typischen knoblauchähnlichen Geruch wird gern etwa für Pesto oder Salat gesammelt. Nach dem sächsischen Waldgesetz darf allerdings jeder nur eine kleine Menge in der Größe eines Handstraußes für den Eigenbedarf ernten.
Wer den wilden Knoblauch in größeren Mengen und für gewerbliche Zwecke sammeln will, braucht eine Genehmigung der Waldbesitzer oder der Naturschutzbehörde. In Naturschutzgebieten ist das Sammeln gänzlich verboten.