Am 18. Januar war ein Zug des privaten Bahnunternehmens Iryo in Richtung Madrid nahe Adamuz entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug des Staatsunternehmens Renfe zusammengestoßen. Der Unfall gilt als eine der schwerwiegendsten Katastrophen dieser Art in Europa im 21. Jahrhundert. 46 Menschen kamen ums Leben, mehr als 120 Insassen wurden verletzt.
In dem Gutachten der Polizei heißt es den Medienberichten zufolge, dass es am 17. Januar um 21.46 Uhr zu dem Bruch kam. Obwohl eine "elektrische Veränderung" registriert worden sei, habe das Signalsystem aber "aufgrund mangelnder Zuverlässigkeit" keinen Alarm ausgelöst. Sabotage, einen Anschlag oder Fahrlässigkeit der Lokführer schließt die Untersuchung aus.
Ein im Januar vom spanischen Untersuchungsausschuss für Eisenbahnunfälle (CIAF) veröffentlichter vorläufiger Bericht hatte ebenfalls auf Schäden am Gleis hingedeutet. Diese Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.