Ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran könnte den Irankrieg entschärfen. Doch Trump muss zustimmen. Alles Wichtige im Newsblog.
Wichtige Updates
Rune Weichert
Eine vorläufige Einigung auf ein Rahmenabkommen zum Irankrieg zwischen Teheran und Washington ist nach iranischen Angaben bislang weder fertiggestellt noch bestätigt. Das berichtet die den Revolutionsgarden – Irans Elitestreitmacht – nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim am Abend unter Berufung auf eine dem Verhandlungsteam nahestehende Quelle. Teheran habe den pakistanischen Vermittler nicht darüber informiert, dass der Text fertiggestellt sei. Man werde sowohl den Vermittler als auch die Öffentlichkeit benachrichtigen, sobald er fertiggestellt sei, teilt die Quelle laut Tasnim weiter mit. Sie fügte hinzu, dass Berichte westlicher Medien, wonach das Abkommen bereits abgeschlossen sei und nur noch auf Bekanntgabe durch beide Seiten warte, falsch seien.
Zuvor hatte das Portal „Axios“ unter Berufung auf zwei US-Beamte berichtet, Unterhändler aus den USA und dem Iran hätten eine vorläufige Einigung zu einem Rahmenabkommen zum Irankrieg erzielt. US-Präsident Donald Trump und die Führung der iranischen Seite müssten aber noch zustimmen. US-Kreise bestätigten auf Nachfrage den Inhalt des Medienberichts.
Zuvor hatte das Portal „Axios“ unter Berufung auf zwei US-Beamte berichtet, Unterhändler aus den USA und dem Iran hätten eine vorläufige Einigung zu einem Rahmenabkommen zum Irankrieg erzielt. US-Präsident Donald Trump und die Führung der iranischen Seite müssten aber noch zustimmen. US-Kreise bestätigten auf Nachfrage den Inhalt des Medienberichts.
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Rune Weichert
US-Kreise: Iran-Einigung erzielt – Trump muss noch zustimmen
Unterhändler aus den USA und dem Iran haben laut US-Kreisen eine vorläufige Einigung zu einem Rahmenabkommen zum Irankrieg erzielt. US-Präsident Donald Trump muss aber noch seine Zustimmung geben, wie „Axios“ unter Berufung auf zwei US-Beamte berichtet. US-Kreise bestätigen auf Nachfrage den Inhalt des Medienberichts. Es bleibt unklar, wie lange sich der US-Präsident Zeit nehmen wird, um über den jüngsten Vorschlag zu entscheiden.
Laut dem Medienbericht würden – falls Trump zustimmen sollte – mit dem Rahmenabkommen die Waffenruhe verlängert und Verhandlungen über Irans Atomprogramm aufgenommen werden. Das Rahmenabkommen umfasse einen Zeitraum von 60 Tagen. Teil der Einigung ist demnach auch ein uneingeschränkter Schiffsverkehr ohne Gebühren durch die Straße von Hormus.
Laut dem „Axios“-Bericht soll die Einigung neben dem uneingeschränkten Schiffsverkehr ohne Gebühren auch beinhalten, dass die US-Seeblockade von iranischen Häfen aufgehoben wird. Zudem soll Iran innerhalb von 30 Tagen Minen in der Meerenge entfernen. In der Absichtserklärung soll laut dem Medienbericht auch stehen, dass sich Iran dazu verpflichtet, keine Atomwaffen anzustreben. Und die USA würden sich dazu bereiterklären, im Rahmen der Verhandlungen über eine Lockerung der Sanktionen und der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte zu sprechen. In den Verhandlungen soll es auch um die Entsorgung von Irans hochangereichertem Uran gehen.
Laut dem Medienbericht würden – falls Trump zustimmen sollte – mit dem Rahmenabkommen die Waffenruhe verlängert und Verhandlungen über Irans Atomprogramm aufgenommen werden. Das Rahmenabkommen umfasse einen Zeitraum von 60 Tagen. Teil der Einigung ist demnach auch ein uneingeschränkter Schiffsverkehr ohne Gebühren durch die Straße von Hormus.
Laut dem „Axios“-Bericht soll die Einigung neben dem uneingeschränkten Schiffsverkehr ohne Gebühren auch beinhalten, dass die US-Seeblockade von iranischen Häfen aufgehoben wird. Zudem soll Iran innerhalb von 30 Tagen Minen in der Meerenge entfernen. In der Absichtserklärung soll laut dem Medienbericht auch stehen, dass sich Iran dazu verpflichtet, keine Atomwaffen anzustreben. Und die USA würden sich dazu bereiterklären, im Rahmen der Verhandlungen über eine Lockerung der Sanktionen und der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte zu sprechen. In den Verhandlungen soll es auch um die Entsorgung von Irans hochangereichertem Uran gehen.
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Eugen Epp
Als Vergeltung für die nächtlichen US-Angriffe hat der Iran nach Angaben des staatlichen Fernsehens einen US-Stützpunkt angegriffen. Ziel sei der US-Stützpunkt gewesen, von dem aus zuvor die Angriffe auf den Iran ausgeführt worden seien, berichtet das Fernsehen unter Berufung auf die Revolutionsgarden. Angaben zum Ort des US-Stützpunktes wurden nicht gemacht, allerdings meldet das mit Washington verbündete Golfemirat Kuwait Drohnen- und Raketenangriffe auf sein Land.
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Eugen Epp
USA bestätigen Angriffe auf iranische Stellungen
Die USA bestätigen die neuerlichen Angriffe auf Ziele im Iran. Das US-Militär habe nahe der Straße von Hormus eine iranische Stellung angegriffen, von der aus Drohnen gesteuert wurden, erklärt ein US-Beamter. Zudem seien vier Drohnen abgeschossen worden, die eine Bedrohung für die USA darstellten. Die angegriffene Stellung in der Stadt Bandar Abbas sei gerade dabei gewesen, eine fünfte Drohne abzufeuern. „Diese Maßnahmen waren zurückhaltend, rein defensiv und darauf ausgerichtet, den Waffenstillstand aufrechtzuerhalten“, hieß es weiter.
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Eugen Epp
Dem „Wall Street Journal“ zufolge hat der Iran zunächst vier Drohnen auf amerikanische und zivile Schiffe abgefeuert. Der Bericht beruft sich auf Angaben von zwei US-Beamten. Nach Angaben eines der Beamten schossen US-Kampfjets die Drohnen ab, ehe ein Kampfflugzeug vom Typ F/A-18 die Stellung angriff. Die Drohnen wurden demnach aus der Nähe der Stadt Bandar Abbas abgefeuert.
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Eugen Epp
Berichte: USA greifen erneut Ziele im Iran an
Trotz der Waffenruhe und den laufenden Verhandlungen greifen die USA übereinstimmenden Medienberichten zufolge erneut Ziele im Iran an. Die Schläge gelten einer Anlage, die eine Bedrohung für US-Streitkräfte und die kommerzielle Schifffahrt darstelle, berichten die Sender CNN und CBS News unter Berufung auf einen Beamten.
Wie CNN weiter berichtet, hat das US-Militär zudem aus dem Iran abgefeuerte Drohnen abgefangen. Laut CBS News sagt der US-Beamte, die seit Anfang April bestehende Waffenruhe gelte weiterhin. Kurz vor den US-Medienberichten wurden aus dem Süden des Irans bereits Explosionen gemeldet. Östlich der Stadt Bandar Abbas an der Straße von Hormus seien drei Explosionen zu hören gewesen, meldete die iranische Nachrichtenagentur Fars in der Nacht auf der Plattform Telegram. Die Luftverteidigung sei aktiviert worden.
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Thomas Krause
Das Weiße Haus weist einen Bericht staatlicher iranischer Medien über einen Entwurf für eine Absichtserklärung zwischen den USA und dem Iran als unwahr zurück. Es handele sich um eine komplette Erfindung, teilt das US-Präsidialamt mit.
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Thomas Krause
Israels Armee ruft erstmals seit Verkündung der Waffenruhe im Konflikt mit der Hisbollah im Libanon fast alle Einwohner der Küstenstadt Tyrus und umliegender Orte zur Flucht auf. Israel werde dort gegen die Hisbollah vorgehen, teilt ein Militärsprecher in arabischer Sprache auf der Plattform X mit. Grund seien die Angriffe der vom Iran unterstützten Miliz auf Israel.
Der Sprecher fordert die Menschen auf, sich nördlich des Sahrani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelisch-libanesischen Grenze verläuft. Israels Armee veröffentlicht ähnliche Fluchtaufforderungen vor anstehenden Angriffen derzeit häufig, betroffen sind meist Dörfer. Nicht betroffen von der jüngsten Warnung ist eine von Christen bewohnte Gegend in der Stadt.
Der Sprecher fordert die Menschen auf, sich nördlich des Sahrani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelisch-libanesischen Grenze verläuft. Israels Armee veröffentlicht ähnliche Fluchtaufforderungen vor anstehenden Angriffen derzeit häufig, betroffen sind meist Dörfer. Nicht betroffen von der jüngsten Warnung ist eine von Christen bewohnte Gegend in der Stadt.
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Thomas Krause
Dem staatlichen Fernsehen im Iran liegt nach eigenen Angaben ein Entwurf für ein inoffizielles Rahmenabkommen mit den USA vor. Demzufolge sollen die USA ihre Truppen in unmittelbarer Nähe zum Iran abziehen. Zudem sollen sie die Seeblockade aufheben. Im Gegenzug verpflichte sich der Iran, die Anzahl der Handelsschiffe, die die Straße von Hormus passieren, innerhalb eines Monats wieder auf das Vorkriegsniveau zu bringen. Diese Absichtserklärung sei noch nicht finalisiert. Ohne Bestätigung werde der Iran keine Schritte unternehmen. Aus dem TV-Bericht geht nicht hervor, von wem der angebliche Entwurf stammt.
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Thomas Krause
Der UN-Sicherheitsrat verurteilt den Angriff auf das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der Angriff verstoße gegen das Völkerrecht, teilt das Gremium in einer Erklärung mit. Verantwortliche für die Attacke nennt der Rat nicht. Die VAE hatten vergangene Woche mitgeteilt, aus dem Irak seien sechs Drohnen gestartet, von denen eine das Kraftwerk getroffen habe. Im Irak hatten sich vom Iran unterstützte Milizen während des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran zu Angriffen auf "feindliche Stützpunkte im Irak und in der Region" bekannt.
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Jacqueline Haddadian

Ölpreise schießen nach US-Angriff in die Höhe
Erneut sind die Ölpreise gestiegen. Grund dafür ist der jüngste Angriff des US-Militärs auf Raketenstellungen und Boote – trotz der herrschenden Waffenruhe. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der globalen Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juli stieg um mehr als zwei Prozent auf 98,44 US-Dollar. Rohöl aus den USA wurde bei etwa 92 Dollar gehandelt.
Am Montag war der Preis für Öl der Sorte Brent in der Spitze um etwa acht Dollar je Barrel gefallen und hatte bei knapp 96 Dollar den tiefsten Stand seit Mitte April erreicht. US-Präsident Donald Trump hatte ein mögliches Rahmenabkommen mit Teheran als „weitgehend“ ausgehandelt bezeichnet und damit Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten geschürt.
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Eugen Epp
US-Außenminister Marco Rubio hält trotz der jüngsten Angriffe ein Abkommen weiter für möglich. Bei einem Besuch in Indien verweist Rubio auf für im Laufe des Tages geplante Verhandlungen in Katar. „Wir werden sehen, ob es dabei Fortschritte gibt.“
Zu einem möglichen Abkommen mit Teheran und den geplanten Verhandlungen in Katar sagt Rubio vor Journalisten: „Es gibt viel Hin und Her bezüglich bestimmter Formulierungen (...), deshalb wird es wohl noch ein paar Tage dauern.“ Donald Trump habe „den Wunsch geäußert, eine Einigung zu erzielen“, fügte Rubio hinzu. „Er wird entweder einen guten Deal abschließen - oder gar keinen.“
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Eugen Epp
Das Centcom betont zugleich, dass sich die US-Streitkräfte angesichts der geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg derzeit „zurückhalten“. Mit den Angriffen hätten US-Soldaten „vor Bedrohungen durch die iranischen Truppen geschützt“ werden sollen, erklärt Centcom-Sprecher Tim Hawkins.
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Eugen Epp
USA greifen Raketenstellungen im Iran an
US-Streitkräfte greifen einem Medienbericht zufolge im Süden des Iran Ziele an. Es handele sich um Angriffe zur Selbstverteidigung, berichtet der Sender Fox News unter Berufung auf das US-Zentralkommando (Centcom). Dabei seien unter anderem Raketenabschussanlagen sowie iranische Boote beim Versuch, Minen zu verlegen, getroffen worden.
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Lennard Worobic
Trump: Abkommen mit dem Iran weitgehend ausgehandelt
US-Präsident Donald Trump zufolge ist ein Rahmenabkommen in den Verhandlungen um ein Ende des Irankriegs inzwischen „weitgehend“ ausgehandelt. Der Republikaner schränkt ein, dass das Ganze noch unter dem Vorbehalt einer endgültigen Fertigstellung durch die USA, des Irans und anderer Länder stehe, schreibt er auf der Plattform Truth Social.
„Die letzten Aspekte und Details des Abkommens werden derzeit besprochen und sollen in Kürze bekannt gegeben werden.“ Trump nennt als Bestandteil der Vereinbarung, dass die Straße von Hormus geöffnet werde.
Zuvor habe er ein Gespräch mit Vertretern Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars, Pakistans, der Türkei, Ägyptens, Jordaniens und Bahrains, geführt. Trump schreibt weiter, separat habe er auch ein Telefonat mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gehabt.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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