Das verheerende Zugunglück in Spanien Anfang des Jahres mit 46 Todesopfern ist Medienberichten zufolge auf ein schadhaftes Gleis zurückzuführen. Der Bruch der Schiene sei am Vorabend des Unglücks unentdeckt geblieben, berichteten spanische Medien am Mittwoch unter Berufung auf eine Untersuchung des Vorfalls durch die Polizei, die nun dem zuständigen Gericht vorgelegt wurde. Eine im Januar veröffentlichte vorläufige Einschätzung war zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen.
Aus der geplanten Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Madrid und Paris wird so bald nichts. Das Vorhaben werde vorläufig ausgesetzt, teilte die spanische Eisenbahngesellschaft Renfe am Mittwoch mit. Grund sind wohl Schwierigkeiten bei der Zulassung der spanischen Züge in Frankreich. "Wir wollen das Projekt wieder aufnehmen, wenn die technischen und betrieblichen Bedingungen es zulassen", fügte der Bahnkonzern hinzu.
Die seit dem schweren Zugunglück mit 45 Toten in Spanien gesperrte Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Sevilla soll in "ungefähr zehn Tagen" wieder öffnen. Die entsprechende gerichtliche Genehmigung sei erfolgt, erklärte am Mittwoch der spanische Verkehrsminister Óscar Puente im Onlinedienst X. Ziel sei es, die Aufräum- und Vorbereitungsarbeiten innerhalb von "ungefähr zehn Tagen" abzuschließen, "um den Verkehr auf der gesamte Strecke Madrid-Sevilla wieder aufzunehmen".
Kurz nach zwei tödlichen Zugunglücken in Spanien hat sich ein weiterer Unfall auf einer Bahnstrecke ereignet. Bei der Kollision eines Zuges mit einem Kran in der Nähe der südöstlichen Hafenstadt Cartagena seien mehrere Menschen leicht verletzt worden, teilte das spanische Bahnunternehmen Renfe am Donnerstag mit. Die Zahl der Todesopfer bei dem schweren Zugunglück am Sonntag in Andalusien stieg derweil auf 45.
Tragödie in Spanien: Bei einem Zugunglück im Süden des Landes sind mindestens 40 Menschen gestorben. Noch ist vieles unklar, ein Minister nannte den Unfall "extrem seltsam".