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Bei Barcelona Zugkollision in Spanien: mehr als 150 Verletzte

Nahverkehrszüge im Bahnhof Franca in Barcelona
Nahverkehrszüge im Bahnhof Franca in Barcelona (Archivfoto). In der Nähe der katalanischen Hauptstadt sind bei einem Zugunfall mehr als 150 Menschen verletzt worden. 
© Aviation-Stock / Imago Images
Bei einer Kollision von zwei Zügen in Spanien sind Berichten zufolge 155 Menschen verletzt worden, die meisten davon leicht. Der Vorfall ereignete sich in einem Bahnhof in einem Vorort von Barcelona.

In einem Vorort von Barcelona sind bei einem Zugunglück 155 Menschen verletzt worden. Das meldet die Zivilschutzbehörde Kataloniens auf Twitter. Fünf Personen seien in einem "weniger ernsten Zustand", drei Verletzte seien in Gesundheitszentren gebracht worden, so der Zivilschutz. Die restlichen Unfallopfer hätten nur leichte Verletzungen. Die Züge seien inzwischen vollständig evakuiert.

Der Vorfall ereignete sich laut der Zeitung "El Mundo" am Mittwochmorgen im Bahnhof der Ortschaft Montcada i Reixac, rund zehn Kilometer vom Zentrum der katalanischen Hauptstadt entfernt.

Dem Bericht zufolge fuhr ein Zug auf einen stehenden Zug auf, welcher mit Fahrgästen besetzt war. Viele Passagiere seien dabei zu Boden gestürzt. Die meisten von ihnen hätten Prellungen erlitten, so "El Mundo". Die Rettungskräfte hätten diese Fahrgäste deshalb im Bahnhof selbst versorgt. Die Verletzten hätten die verunglückten Waggons eigenständig verlassen können, niemand sei eingeklemmt oder eingeschlossen gewesen. "Ich war in dem Zug, der stand und auf den ein anderer auffuhr. Es gab Panik, Schreie und Angst. Diese Sicherheitsmängel sind nicht hinnehmbar", zitierte die Zeitung "La Vanguardia" den Passagier Josep Jorge.

18 Rettungswagen an Unfallstelle bei Barcelona

Die Eisenbahngesellschaft Renfe aktivierte ein Notfallprotokoll, ebenso wie der Zivilschutz. 18 Rettungswagen seien an die Unfallstelle entsandt worden, so "El Mundo".

Durch den Unfall ist der Verkehr auf den Pendlerstrecken der Bahn betroffen. Renfe habe Busse als Ersatzverkehr zur Verfügung gestellt. Später wurden Teile der Strecke wieder freigegeben. Die Bahngesellschaft untersucht den Vorfall. Es gibt immer wieder Kritik, dass zu wenig in das Bahnsystem investiert werde. Züge kämen zu spät oder gar nicht und häufig gebe es kleinere Unfälle.

Quellen: Zivilschutz Katalonien, Renfe, "El Mundo", DPA

rw

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