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Santiago de Compostela: 80 Tote bei Zugunglück in Spanien

Ein Zugunglück erschüttert Spanien. Bei Santiago de Compostela springt ein Schnellzug aus den Schienen. Mindestens 80 Menschen kommen ums Leben, über 170 werden verletzt.

Bei einem der schlimmsten Unglücke in der spanischen Eisenbahngeschichte sind nach einer vorläufigen Bilanz 80 Menschen in den Tod gerissen worden. Mehr als 170 Fahrgäste eines Schnellzugs wurden verletzt. Dies gab der oberste Gerichtshof der Region Galicien am Donnerstag bekannt.

Nach ersten inoffiziellen Informationen war der Schnellzug in Santiago de Compostela im Nordwesten Spaniens mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in eine Kurve eingebogen und entgleist. Die staatliche Bahngesellschaft Renfe warnte allerdings vor vorschnellen Schlussfolgerungen. Renfe erklärte, Eisenbahnexperten untersuchten die Unfallursache.

Aus Ermittlerkreisen verlautete, der Zug sei vier Kilometer vor der Einfahrt in den Bahnhof der Pilgermetropole Santiago viel zu schnell in eine enge Kurve eingebogen. Die Zeitung "El País" berichtete, er sei mit 180 Stundenkilometer unterwegs gewesen, obwohl in der Kurve nur eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h erlaubt seien.

"Es ist schockierend", sagte der Chef der Regionalregierung von Galicien, Alberto Nunez Feijoo. "Das ist wie Dantes Inferno."

"Und dann habe ich die Leichen gesehen"

Die 13 Waggons des Zuges wurden auseinandergerissen und sprangen aus den Schienen. Einige Wagen prallten neben den Gleisen gegen eine Betonwand und stürzten um, andere Waggons verkeilten sich ineinander. Ein Wagen flog sogar über die Begrenzungsmauer hinweg.

Der Unglückszug war auf der Fahrt von Madrid zur Küstenstadt Ferrol im Nordwesten Spaniens. Er war mit mehr als 220 Fahrgästen besetzt gewesen. Die Bergungsmannschaften durchsuchten am Donnerstagmorgen die beiden am meisten zerstörten Waggons und stellten fest, dass sich dort keine weiteren Opfer befanden. An der Unfallstelle hatten die ganze Nacht über Rettungskräfte gearbeitet. Die Menschen wurden zu Blutspenden aufgerufen.

"Es ging alles so schnell", berichtete ein Passagier im Hörfunksender Cadena Ser. Der Zug sei in einer Kurve entgleist, die Wagen hätten sich ineinandergeschoben. "Viele Menschen wurden zu Boden gedrückt. Wir haben versucht, ins Freie zu kommen. Dann haben wir gemerkt, dass der Zug in Flammen stand. Ich war im zweiten Wagen. Und dann war da das Feuer. Und dann habe ich die Leichen gesehen."

Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Jakobs abgesagt

"Angesichts der Tragödie in Santiago de Compostela am Vorabend seines großen Tages kann ich den Spaniern und Galiciern nur mein tiefstes Mitgefühl aussprechen", sagte Ministerpräsident Mariano Rajoy. Er stammt selbst aus der Stadt und wurde am Donnerstagmorgen am Unglücksort erwartet.

Papst Franziskus zeigte sich betroffen über das Bahnunglück. Der Papst sei über den Unfall informiert worden und im Schmerz mit den Familien und Angehörigen der Opfer verbunden, sagte Vatikan-Sprecher Federico Lombardi am Mittwochabend (Ortszeit) in Rio de Janeiro, wo sich Franziskus bis Sonntag anlässlich des Weltjugendtages zu seiner ersten Auslandsreise aufhält. Lombardi bat vor Beginn der täglichen Pressekonferenz um eine Gedenkminute für die Opfer.

Am kommenden Wochenende hatte in Santiago de Compostela ein großes Fest zu Ehren des Heiligen Jakobs stattfinden sollen. Die Stadt sagte die Feierlichkeiten, die das wichtigste Fest des Jahres in der Pilgermetropole sein sollten, aufgrund des Zugunglücks ab.

kng/swd/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.