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Zugunglück in Spanien: Schwere Vorwürfe gegen Bahngesellschaft

Kaum jemand zweifelt daran, dass die Opfer des Bahnunglücks im spanischen Castelldefels fahrlässig handelten. Aber auch Bahngesellschaft und Behörden müssen sich nun Kritik gefallen lassen: Hätte die Tragödie vermieden werden können?

Nach dem tragischen Zugunglück nahe Barcelona, bei dem 13 Menschen starben, werden schwere Vorwürfe gegen die Bahn wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen laut. Obwohl zu dem Sonnenwende-Fest Tausende Besucher am Strand von Castelldefels erwartet wurden, gab es in dem Bahnhof des beliebten spanischen Ferienortes kaum Wachpersonal, wie die Presse am Freitag berichtete.

Es sei niemand dagewesen, um die Menschen von der verhängnisvollen Abkürzung über die Gleise zum Strand abzuhalten. Auch sei die bevorstehende Einfahrt des Schnellzuges nicht über Lautsprecher angekündigt worden, schrieb die Zeitung "El Periódico de Catalunya" aus Barcelona.

Entgegen der Angaben der Bahngesellschaft Renfe sei dort zum Zeitpunkt des Unglücks kein einziger Mitarbeiter des Unternehmens im Dienst gewesen. Renfe hatte zwar wegen der Feiern zum Johannistag den Einsatz von einem Dutzend Wachleute in Castelldefels organisiert. Deren Schicht begann aber erst um 23.30 Uhr - sieben Minuten nach dem Unglück.

Warnende Signaltöne kamen zu spät

Der Zug war am Mittwoch mit 139 Stundenkilometern in eine Gruppe überwiegend junger Leute gerast, die die Gleise überqueren wollten, um an den Strand zu gelangen. Der Lokführer hatte zwar noch mit Signaltönen gewarnt, aber da war es schon zu spät.

Neun der Todesopfer sind inzwischen identifiziert worden. Wie die katalanische Justizministerin Montserrat Tura am Freitag mitteilte, handelt es sich bei den acht Männern und einer Frau um Einwanderer aus Ecuador, Bolivien und Kolumbien - auch in diesen Andenstaaten wird die Sonnenwende gefeiert.

Die Toten im Alter von 17 bis 40 Jahren sind so entstellt, dass die Identifizierung äußerst schwierig ist. "Wir haben keine Leichen, sondern 20 Säcke mit Körperteilen", sagte Tura. Von den 14 Verletzten sind noch zehn im Krankenhaus. Drei von ihnen schweben weiter in Lebensgefahr.

Behörden weisen Opfern die Schuld zu

Die Bahngesellschaft und die Behörden machen die Opfer selbst für das Unglück verantwortlich, weil sie fahrlässig die Schienen überquerten, anstatt eine vor acht Monaten eröffnete Unterführung zu nutzen. Überlebende und Angehörige der Toten kritisieren jedoch, der Weg dorthin sei schlecht ausgeschildert. Der Tunnel selbst sei bei einem solchen Menschenansturm auch viel zu eng. Darauf hatte auch eine Stadträtin aus Castelldefels mehrfach hingewiesen: "Die Unterführung kann zu einer Mäusefalle werden", warnte Angels Coté. Ihre Sorge sei dem staatlichen Bahnhof- und Schienennetzbetreiber Adif übermittelt worden, heißt es im Rathaus.

Die Angehörigen fordern nun Aufklärung. "Mein Kind kann mir niemand wiedergeben, aber ich habe das Recht zu erfahren, was wirklich geschehen ist", sagte die Ecuadorianerin Silvia Pinchado, die bei dem Unglück ihren 24 Jahre alten Sohn Diego verlor.

Jörg Vogelsänger, DPA/mlr / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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