Sechs Wochen nach dem Fund von vier bewusstlosen Jugendlichen in einem Haus im unterfränkischen Neustadt am Main ist klar, was sie einnahmen. Es handelte sich um eine opiathaltige chemische Substanz, wie die Polizei in Würzburg am Montag mitteilte. Den vier jungen Leuten zwischen 14 und 19 Jahren gehe es wieder gut, sie hätten keine Folgeschäden davongetragen.
Die Mutter von einem der Jungen hatte ihren Sohn Anfang März zusammen mit drei Freunden bewusstlos in dessen Zimmer entdeckt. Sie wählte den Notruf. Ein Großaufgebot von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr rückte an. Die Bewusstlosen wurden noch vor Ort notärztlich versorgt und reanimiert. Sie kamen dann teils mit Rettungshubschraubern in verschiedene Krankenhäuser.
Die Polizei nahm Ermittlungen auf. Sie fand nun nicht nur heraus, was die Betroffenen eingenommen hatten, sondern auch, woher die Substanz stammte. Besitz und Abgabe seien aber nicht strafbar, teilten die Beamten mit. Die Substanz falle aktuell nicht unter das Betäubungsmittelgesetz.