Nach Angaben des Havariekommandos brach das Feuer am späten Montagabend auf der rund 150 Meter langen "MS Thames Highway" aus, auf der sich unter anderem rund 480 Elektroautos befanden. Brände von E-Autos sind besonders schwer zu löschen. Der Besatzung gelang es allerdings, den Maschinenraum luftdicht zu verschließen und das Feuer damit einzudämmen.
Mehrere Spezialschiffe aus Deutschland und den Niederlanden - darunter ein Seenotrettungskreuzer, zwei Notschlepper und das für speziell für Schiffshavarien ausgerüstete Mehrzweckschiff - kamen dem Havaristen zur Hilfe. Das Havariekommando von Bund und Ländern übernahm in der Nacht die Einsatzleitung und ließ für die Bekämpfung von Schiffsbränden geschulte Feuerwehrleute aus Cuxhaven und Wilhelmshaven einfliegen.
Insgesamt waren demnach rund 60 Einsatzkräfte sowie vier Schiffe und zwei Hubschrauber beteiligt. Der Noteinsatz vor der Emsmündung war am Dienstagvormittag wieder beendet. Ein von der Reederei beauftragtes Bergungsunternehmen sollte den unter der Flagge der Bahamas fahrenden Frachter nach Emden schleppen. Von dort war das Schiff am Montagabend nach Grimsby in Großbritannien gestartet. Kurz darauf brach das Feuer aus. An Bord befanden sich 18 Besatzungsmitglieder sowie ein Lotse.
Der manövrierunfähige Havarist ankerte daraufhin nordwestlich der Insel Borkum, während der Hilfseinsatz anlief. Auch die niederländische Küstenwache beteiligte sich. Schadstoffe traten nach Angaben des Havariekommandos durch den Brand nicht aus. Angaben zu möglichen Brandursachen gab es zunächst nicht. Über den Hafen von Emden werden nach Betreiberangaben jährlich mehr als 1,2 Millionen Autos verschifft.