Alabali Radovan sagte in einer Stellungnahme nach dem Abbruch der Reise, das Ministerium habe während des Fluges „fortlaufend in Kontakt mit den Sicherheitsbehörden und dem Verteidigungsministerium“ gestanden. Aufgrund möglicher israelischer Angriffe auf den Süden Beiruts sei die Entscheidung zum Abbruch der Reise getroffen worden. „Das zeigt, wie dramatisch die Lage ist“, sagte die Ministerin.
Die Reise mit ihrem norwegischen Kollegen Asmund Gröver Aukrust sei in der Annahme eines Waffenstillstands geplant worden, der „jetzt offensichtlich nicht anhält“, sagte Alabali Radovan. Sie rief „alle Seiten“ zur Deeskalation auf und forderte Verhandlungen über einen Waffenstillstand.
Zwischen Israel und dem Libanon gilt seit Mitte April offiziell eine Waffenruhe, die von der Hisbollah allerdings nicht anerkannt wird. Der Libanon war durch neue Angriffe der Hisbollah auf Israel Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden.