"Ich hatte ein medizinisches Problem, das die sofortige Hilfe meiner großartigen Crewmitglieder erforderte", berichtete der Astronaut nun. "Dank ihres schnellen Eingreifens und der Unterstützung der Nasa-Ärzte stabilisierte sich mein Zustand rasch." Was genau passierte, sagte Fincke nicht. "Mir geht es jetzt sehr gut und ich setze die nach einem Flug üblichen Rehabilitationsmaßnahmen fort."
Mitte Januar waren Fincke, seine Landsfrau Zena Cardman, der Japaner Kimiya Yui und der Russe Oleg Platonow deutlich vor ihrem eigentlich geplanten Missionsende zur Erde zurückgekehrt. Es war die erste medizinische Evakuierung in der Geschichte der Raumstation ISS. Welches der vier Teammitglieder gesundheitliche Probleme hatte, gab die Nasa bis zu der nun veröffentlichten Erklärung von Fincke nicht bekannt.
Der US-Astronaut betonte darin, dass es sich nicht um eine Notfall-Evakuierung gehandelt habe. Vielmehr habe die Notwendigkeit bestanden, für ihn "moderne medizinische Bildgebungsverfahren" zu nutzen. Diese seien "an Bord der Raumstation nicht verfügbar" gewesen.