Die Frau war am Mittwoch auf der Atlantikinsel Kap Verde von dem betroffenen niederländischen Kreuzfahrtschiff "Hondius" geholt worden. Nach Behördenangaben gilt sie als "Kontaktperson" und zeigt keine Symptome. Sie wurde anschließend gemeinsam mit weiteren Betroffenen in einer international abgestimmten Aktion in die Niederlande ausgeflogen, von wo diese zur weiteren Betreuung in ihre Heimatländer gebracht wurden.
Durch den Hantavirus-Ausbruch auf dem Schiff starben bisher drei Passagiere, darunter eine 65-jährige aus Deutschland. Ihre Leiche befindet sich weiterhin auf dem Schiff. Die "Hondius" nimmt derzeit Kurs auf die spanische Atlantikinsel Teneriffa. Nach der Ankunft am Sonntag soll die Evakuierung der Passagiere und Crewmitglieder starten.
Laut Düsseldorfer Universitätsklinikum sind bei der dort behandelten Frau aufgrund der langen Inkubationszeit vorerst "weitere Kontrollen und klinische Beobachtung" erforderlich. Sie befinde sich "in einer stabilen klinischen Verfassung". Es seien umfangreiche virologische Untersuchungen veranlasst worden, deren Ergebnisse bisher aber nicht auf eine Inkfektion hindeuteten.
Hantaviren werden durch Nagetiere übertragen. Der genaue Erregertyp, der den Ausbruch auf dem Schiff verursachte, wird nach Angaben der Universitätsklinik noch untersucht.