Der 56-jährige Modschtaba Chamenei war am Sonntag zum obersten Führer des Iran ernannt worden. Berichten zufolge wurde er bei den US-israelischen Angriffen auf Teheran am 28. Februar verletzt, bei denen sein Vater Ali Chamenei getötet worden war.
Im staatlichen iranischen Fernsehen war Chamenei als "verwundeter Veteran des Ramadan-Krieges" bezeichnet worden. Details über das Ausmaß seiner Verletzungen wurden jedoch nicht genannt. Seit dem US-israelischen Angriff zu Beginn des Iran-Krieges ist Modschtaba Chamenei nicht öffentlich aufgetreten.
Chamenei habe unter anderem "Verletzungen an den Beinen erlitten, ist bei Bewusstsein und hält sich an einem hoch gesicherten Ort mit eingeschränkter Kommunikation auf", berichtete die Zeitung "The New York Times" am Mittwoch unter Berufung auf drei iranische Beamte.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar gemeinsame Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung in Chameneis Residenz im Zentrum von Teheran getötet. Der Iran greift seitdem Israel, US-Einrichtungen in der Golfregion und Infrastruktur mehrerer Golfstaaten an.