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Angleichung bis 2025: Unionspolitiker loben Ergebnisse des Rentengipfels

Jens Spahn (CDU) und Andreas Scheuer (CSU) sehen die beschlossenen Pläne beim Rentengipfel positiv. Die große Koalition hat einen Zeitplan für die Ost-West-Angleichung der Renten beschlossen. Demnach soll die Anpassung fünf Jahre später als zunächst gefordert kommen.

Jens Spahn bewertet die Ergebnisse des Rentengipfels positiv

Als Finanzpolitiker beschäftigt Jens Spahn (CDU) sich viel mit Rente

Als Finanzpolitiker gehört das Thema Rente derzeit zu seinen Hauptbeschäftigungsfeldern. Jens Spahn (CDU) hat im Deutschlandfunk die Ergebnisse des Rentengipfels ausdrücklich gelobt. Gleichzeitig sprach er jedoch die Mahnung aus, dass langfristig wohl alle länger arbeiten müssen. Desweiteren ist es für ihn vorstellbar, das Prinzip, pro Jahr einen Monat länger zu arbeiten, über 2030 hinaus beizubehalten, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer sagte im ZDF-"Morgenmagazin", die Vereinbarungen seien "ein weiterer Schritt" für die Generation, die künftig in Rente gehe. "Wir haben Themen beschlossen, die eine wichtige soziale Komponente mitbringen und Sicherheit geben für die Zukunft", lobte Scheuer.

Jens Spahns Kollegen wollten Rente früher angleichen

Die große Koalition hatte sich am Donnerstagabend nach Angaben aus Parteikreisen auf einen Zeitplan für die Angleichung der Ostrenten an das Westniveau geeinigt. Die Anpassung soll 2018 beginnen und 2025 abgeschlossen werden. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hatte zuletzt eine schnellere Anpassung bis 2020 verlangt.

Verbesserungen soll es demnach auch bei der Erwerbsminderungsrente geben. Bei ihrer Berechnung soll es eine schrittweise Verlängerung der so genannten Zurechnungszeit für Neuzugänge geben. Die Verbesserungen sollen zwischen 2018 und 2024 erfolgen. Die bestehenden Abschläge bleiben unverändert erhalten.

Weiterhin Uneinigkeit im Thema Solidarrente

Uneins blieben die Koalitionäre in der Frage der von Nahles geplanten Solidarrente für Geringverdiener. Dazu würden weiterhin unterschiedliche Modelle geprüft, hieß es aus Koalitionskreisen. Der bereits bekannte Gesetzentwurf zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung soll nach der Koalitionseinigung zügig im Bundestag beraten und verabschiedet werden.

Offiziell wurde nach dem Treffen nichts mitgeteilt. Am Freitagmorgen wollte zunächst die Spitze der Unionsfraktion vor die Presse treten, danach will Ministerin Nahles ihr seit langem angekündigtes Rentenkonzept vorstellen.

mrk / AFP