Wie die Studienmacher mitteilten, ist das Interesse an dem Turnier aber nach wie vor spürbar geringer als bei früheren Weltmeisterschaften. Die frühere WM-Euphorie sei bislang nicht nach Deutschland zurückgekehrt, befanden die Forscher der baden-württembergischen Universität mit Blick auf vergleichbare Studien zu den vorangegangenen Weltmeisterschaften. Studienleiter Markus Voeth erklärte: „Dabei ist das allgemeine Interesse an Fußball und Sport über die Jahre hinweg bemerkenswert stabil.“
Auch über den Fußball hinaus bleiben die Erwartungen der Befragten an das Turnier verhalten, erklärte Voeth. Nur rund ein Viertel der Befragten rechne mit positiven Auswirkungen auf Tourismus und Wirtschaft. Besonders kritisch bewerten viele das neue Turnierformat mit 48 Teilnehmerländern sowie die zusätzlichen Showelemente. Bei vielen Fans werde eine „zunehmende Eventisierung des Fußballs“ skeptisch gesehen.
Die Universität befragte vom 24. April bis 10. Mai insgesamt 1000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen online. Die Studie ist nach ihren Angaben bevölkerungsrepräsentativ. Die Fußball-WM findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli statt.