Mindestens zwei Städte auf Sumatra waren am Sonntag noch immer nicht erreichbar. Der Chef der Katastrophenschutzbehörde Suharyanto kündigte die Entsendung von zwei Kriegsschiffen mit Hilfsgütern an, um die von der Versorgung abgeschnittenen Städte Central Tapanuli und Sibolga zu erreichen. Die Schiffe würden voraussichtlich am Montag in Sibolga eintreffen, sagte er.
In Orten rund 100 Kilometer von West-Sumatras Hauptstadt Padang entfernt war das Hochwasser am Sonntag größtenteils zurückgegangen. Häuser, Autos und Felder waren jedoch mit einer dicken Schlammschicht überzogen. Auf der anderen Seite der Insel wurde ein Sumatra-Elefant, eine akut vom Aussterben bedrohte Tierart, unter Schlammmassen und Trümmern begraben.
Auch in Thailand und Malaysia richteten Überschwemmungen verheerende Schäden an. In der südlichen Provinz Songhkla in Thailand kamen mindestens 162 Menschen ums Leben. Zwei lokale Beamte wurden wegen mutmaßlicher Versäumnisse suspendiert.
In Malaysia starben mindestens zwei Menschen infolge der Überschwemmungen, die weite Teile des nördlichen Bundesstaates Perlis unter Wasser gesetzt hatten.
Zwischen Juni und September gibt es in weiten Teilen Südostasiens während der Monsunsaison regelmäßig heftige Regenfälle. Experten zufolge führt der menschengemachte Klimawandel jedoch weltweit zu häufigeren und heftigeren Extremwetterereignissen.