Der erste Nordseegipfel hatte 2022 stattgefunden als Reaktion auf den russischen Angriff auf die Ukraine. Im Vordergrund stand die Energieversorgung und speziell der Ausbau der Offshore-Windenergie und die angestrebte Unabhängigkeit von russischem Erdgas. Das Thema Sicherheit wurde bislang vor allem mit der Ostsee und der russischen Bedrohung in Verbindung gebracht.
In den vergangenen Wochen hatte US-Präsident Donald Trump die europäischen Länder und insbesondere Dänemark wiederholt brüskiert, indem er eine Übernahme von Grönland forderte. Die Spannungen wurden inzwischen etwas entschärft. Trump verkündete nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte ein Rahmenwerk für ein späteres Grönland-Abkommen.
Trump führt Sicherheitsinteressen gegenüber Russland und China an, die es ebenfalls auf Grönland abgesehen hätten. Neben Sicherheitsfragen geht es zudem um wirtschaftliche Interessen. Washington befürchtet, dass sich russische und chinesische Unternehmen in und um Grönland etwa Ausbeutungsrechte für Rohstoffe sichern oder Land erwerben.
Beim Nordsee-Gipfel ist in diesem Jahr erstmals auch Island vertreten, zudem nehmen Vertreter von Nato und EU teil. Die Energieversorgung und der Ausbau der Offshore-Windenergie ist weiterhin Thema. Es sei "bereits eine große Zahl von Anlagen gebaut" worden, sagte Merz. "Das soll zügig weiter vorangehen."