Demnach soll die Zusammenarbeit der indischen und der deutschen Verteidigungsindustrie vertieft werden. Indien sei ein "Schlüsselpartner in Asien". Im Vorfeld der Kanzlerreise hatte das "Handelsblatt" etwa über Fortschritte bei den Verhandlungen über einen U-Boot-Deal mit Indien berichtet. Der U-Boot- und Fregattenbauer Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) soll die indische Marine mit sechs modernen U-Booten ausstatten. Verhandelt wird darüber seit Jahren.
Merz bricht am Sonntag nach Indien auf, wo er am Montag in Ahmedabad im Bundesstaat Gujarat von Premierminister Narendra Modi empfangen werden soll. Der Premier stammt selbst aus Gujarat, das Bundeskanzleramt wertet die Einladung nach Ahmedabad deshalb als "ein besonderes Zeichen der persönlichen Wertschätzung Modis, das bislang nur ausgewählten Regierungschefs zuteil wurde", wie es aus Regierungskreisen hieß.
Begleitet wird der Kanzler von einer Wirtschaftsdelegation aus rund 25 Unternehmen. Am Dienstag ist ein Besuch in der indischen Industrie- und Forschungsmetropole Bangalore und unter anderem in einem dortigen Werk von Bosch geplant. Indien bietet deutschen Unternehmen zudem einen großen Markt und viele gut ausgebildete Fachkräfte.