Klimadialog

Artikel zu: Klimadialog

Familienfoto beim Petersberger Klimadialog 2025 in Berlin

Petersberger Klimadialog: Aufrufe zur Zusammenarbeit gerade in schwierigen Zeiten

Angesichts massiver geopolitischer Herausforderungen haben Appelle zur Zusammenarbeit den Petersberger Klimadialog geprägt. Durch internationale Formate zum Klimaschutz könnten "alte Klüfte" überwunden werden, betonte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Mittwoch im Berlin. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) warnte vor einem Nachlassen beim Klimaschutz und verwies auf dessen Bedeutung für die weltweite Sicherheit. Der designierte Präsident der diesjährigen UN-Klimakonferenz in Brasilien, André Correa do Lago, forderte alle Staaten zum Handeln auf und betonte, es gebe keine Alternative zum Multilateralismus.
Video: Baerbock strebt globale Ziele für Ausbau von Erneuerbaren Energien an

Video Baerbock strebt globale Ziele für Ausbau von Erneuerbaren Energien an

STORY: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock will auf ein globales Ziel für den Ausbau Erneuerbarer Energien hinarbeiten. Das kündigte Baerbock zum Auftakt des Petersberger Klimadialogs am Dienstag in Berlin an. "Wir wissen, dass alle Staaten eigentlich ihre Co2-Ziele deutlich anschärfen müssen. Wir wissen leider auch, dass nicht alle Staaten dazu bereit sind. Deswegen möchte ich beim diesjährigen Petersberger Klimadialog die Debatte darüber eröffnen, ob wir auf der nächsten Klimakonferenz nicht zu einem "Erneuerbaren-Ziel" kommen sollten und kommen können." Sie wolle sich jetzt dafür einsetzen, dass der Ausbau von Wind- und Solarenergie auch global verbindliche Ziele bekomme, sagte Baerbock. Auf dem Petersberger Klimadialog beraten Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 40 Staaten bis Mittwoch über weitere Schritte, um die Pariser Klimaziele von 2015 zu erreichen, einschließlich des 1,5-Grad-Ziels. Ausrichter sind neben Deutschland die Vereinigten Arabischen Emirate als Gastgeber der nächsten Weltklimakonferenz COP 28 vom 30. November bis 10. Dezember in Dubai. Der Klimadialog gilt als Vorbereitung für die Konferenz.
Video: Baerbock: Wir sind nicht auf dem 1,5-Grad-Pfad

Video Baerbock: Wir sind nicht auf dem 1,5-Grad-Pfad

STORY: Am Dienstag hat Außenministerin Annalena Baerbock auf dem Petersberger Klimadialog alle Partnerstaaten zu gemeinsamen und verstärkten Anstrengungen gegen die von Menschen gemachte Erwärmung des Weltklimas aufgerufen. "Und es ging vor allen Dingen darum, wie wir die wichtige Ambitionssteigerung, die wir dringend, dringend brauchen, weil wir sind nicht auf dem 1,5 Grad, also die nationalen Klima-Anstrengungen anzuheben, wie wir das in Verbindung bringen können mit der wichtigen Frage der Finanzierung - während gerade sehr, sehr viele Staaten weltweit, eigentlich alle Staaten weltweit, mit Blick auf die Finanzen, mit Blick auf die Inflation, die Wirtschaftslage in ihrem Land vor wahnsinnig großen Herausforderungen stehen." Der Petersberger Klimadialog hat erstmals im Auswärtigen Amt in Berlin stattgefunden. Er sollte gemeinsame Antworten auf die vielen Krisen finden, die die Welt zurzeit beschäftigen. Im Fokus der Gespräche stand vor allem die Vorbereitung der Weltklima­konferenz COP27 in Ägypten.
Video: Scholz warnt vor weltweiter Renaissance der fossilen Energien

Video Scholz warnt vor weltweiter Renaissance der fossilen Energien

STORY: HINWEIS: Dieser Bericht wird ohne Sprechertext gesendet. O-Ton Olaf Scholz (SPD), Bundeskanzler: "Die jüngste Hitzewelle in Indien und Pakistan, die Fluten Anfang des Jahres in Brasilien oder im vergangenen Jahr im Ahral und Nordrhein-Westfalen, an die wir letzte Woche erinnert haben, sie sprechen eine eindeutige Sprache. Wir müssen die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzen. Der Gedanke an künftige Generationen weist aber zugleich auch den Weg nach vorne. So wie die Hoffnung auf Wohlstand, auf ein besseres Leben, seit Jahrtausenden für Fortschritt sorgt, so kann sie auch den Klimaschutz entscheidend voranbringen. Wenn, ja, wenn es uns gelingt, das Ziel der Klimaneutralität mit diesem Wohlstandsversprechen zu verbinden. Putins brutaler Angriffskrieg gegen die Ukraine, seinen Einsatz von Energie als Waffe, die rasant steigenden Energiepreise, all das bestärkt uns nur in diesem Ziel. Wir müssen raus aus Kohle, Öl und Gas. Fast hätte ich gesagt, mit Vollgas. Also unsere Devise lautet, jetzt erst recht! Denn was uns nicht passieren darf, das ist jetzt in eine globale Renaissance der fossilen Energie und insbesondere der Kohle hineinzuschlittern. Niemand kann zufrieden sein damit, dass auch bei uns der Anteil der Kohleverstromung gerade wieder steigt, als Reaktion auf drohende Engpässe bei der Gasversorgung. Umso wichtiger ist es, dass wir eines ganz klar festhalten: Das ist eine zeitlich eng befristete Notmaßnahme, die nicht zulasten unserer Klimaziele geht."