Die US-Regierung sollte vielmehr erkennen, dass "durch die bündnisgemeinsame Verteidigung der Sicherheit in Arktis und im Nordatlantik den legitimen Interessen der USA am meisten gedient ist". Die Allianz verfüge über entsprechende Einsatzpläne. "Gerade hier zeigt sich - auch für Washington - der Mehrwert eines seit Jahrzehnten eingespielten transatlantischen Verteidigungsbündnisses", schrieb Pistorius. Diesen Mehrwert gelte es zu stärken.
"Alleingänge sind die schlechtere Alternative und gefährden den Fortbestand der Nato", erklärte der SPD-Politiker. Der Nato-Gipfel in Ankara im kommenden Juli müsse auch bezüglich der Arktis "ein Signal der Geschlossenheit und Solidarität senden".
Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen US-Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit US-Sicherheitsinteressen in der Arktis begründet. Im Gespräch war dabei ein Kauf der Insel, aber auch die Anwendung militärischer Gewalt schloss Trump nicht aus. Das autonome Gebiet Grönland gehört zum Königreich Dänemark, das wie die USA der Nato angehört.
Die dänische und die grönländische Regierung lehnten die Übernahmepläne der USA entschieden ab. Am Mittwoch kommen Dänemerks Chefdiplomat Lars Lökke Rasmussen und seine grönländische Kollegin Vivian Motzfeldt zu einem Gespräch mit US-Vizepräsident JD Vance und US-Außenminister Marco Rubio im Weißen Haus zusammen.