Diese Firmen mit Sitz unter anderem in Panama sollen vor allem der Verschleierung von Zahlungsflüssen und Vermögen gedient haben. Deutsche Kunden hätten so Kapitalerträge nicht versteuert und Steuern hinterzogen. Der Steuerschaden im Zusammenhang mit rund 50 Offshoregesellschaften belief sich laut Anklage auf etwa 13 Millionen Euro.
Ein internationales Rechercheteam hatte unter dem Titel "Panama Papers" im April 2016 seine Recherchen rund um systematische Steuervermeidung und Geldwäsche mittels Briefkastenfirmen veröffentlicht. Die Recherchen enthüllten auch die Namen von Prominenten, Politikern und Sportlern, die Vermögen vor dem Fiskus versteckt haben sollen.
Nach Angaben des Rechercheteams wurden einerseits nicht illegale Strategien zur Steuervermeidung, aber auch Steuerdelikte und Delikte der Geldwäsche aufgedeckt. Die Veröffentlichungen zu den "Panama Papers" führten zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und einer Debatte über Steueroasen und Geldwäsche.