Zuvor hatte ein Medienbericht unter Berufung auf einen nicht genannten US-Regierungsvertreter für Aufsehen gesorgt. Demzufolge soll das US-Verteidigungsministerium in einer E-Mail Optionen zur Bestrafung von Nato-Verbündeten aufgeführt haben, die sich gegen den Iran-Krieg wandten, darunter den Rauswurf Spaniens aus dem Militärbündnis. Sánchez sagte dazu: "Wir arbeiten nicht auf Grundlage von E-Mails, sondern von offiziellen Dokumenten."
Der linksgerichtete Sánchez liegt seit längerem mit dem rechtspopulistischen US-Präsidenten Donald Trump im Clinch. Zuletzt zog Sánchez Trumps Zorn auf sich, weil sich Madrid weigerte, dem US-Militär im Iran-Krieg die Nutzung von Militärstützpunkten in Spanien für Angriffe zu erlauben. In der Folge drohte Trump Madrid damit, "den gesamten Handel" zwischen beiden Ländern einzustellen.
Mitte 2025 hatte sich der Sozialist Sánchez dagegen gesträubt, das von Trump gewünschte Fünf-Prozent-Ziel der Nato bei den Verteidigungsausgaben zu erfüllen. Als Vergeltung hatte Trump damals zusätzliche Zölle auf Produkte aus Spanien ins Spiel gebracht.