Die Zahl der Todesopfer beim Absturz eines Militärflugzeugs in Kolumbien ist auf mindestens 66 gestiegen. Dies teilte der Oberbefehlshaber der kolumbianischen Streitkräfte, General Hugo Alejandro López Barreto, auf X mit.
Bei den Todesopfern handele es sich überwiegend um Militärs, die große Mehrheit von ihnen habe dem Heer angehört. Zudem starben den Angaben zufolge Mitglieder der Luftwaffe sowie zwei Polizisten. Bislang seien 57 Menschen teils schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht worden. Als vermisst galten zunächst vier Militärs. An Bord der Transportmaschine befanden sich Armeeangaben zufolge 128 Menschen.
Flugzeugabsturz in Kolumbien: Keine Hinweise auf Anschlag
Verteidigungsminister Pedro Sánchez teilte in „tiefer Trauer“ mit, dass die Transportmaschine vom Typ Herkules C-130 im Süden des Landes verunglückt sei. Sie stürzte gegen 10.00 Uhr (Ortszeit, 16.00 Uhr MEZ) kurz nach dem Start in Puerto Leguízamo nahe der Grenze zu Peur und Ecuador ab. Sánchez sprach von einem „zutiefst schmerzlichen Ereignis“ für Kolumbien.
López Barreto sprach von einem „tragischen Unfall”. „Derzeit haben wir keine Informationen oder Indizien, dass es sich um einen Anschlag einer illegalen bewaffneten Gruppe gehandelt haben könnte”, sagte er weiter. In der Grenzregion kämpfen die kolumbianische und die ecuadorianische Armee gegen Drogenkartelle und Milizen.
Auf Fotos waren die Trümmer des ausgebrannten Flugzeugs in einem Waldgebiet zu sehen. Bauern aus der Gegend berichteten, sie hätten einen „Knall“ gehört.
Präsident Gustavo Petro sprach im Onlinedienst X von einem „schrecklichen Unfall, der nicht hätte passieren dürfen“. Er verwies auf die Notwendigkeit, die Militärflotte zu modernisieren. Der Präsident postete ein Video, in dem zu sehen ist, wie das Flugzeug versucht, an Höhe zu gewinnen, bevor es zu Boden stürzt.