Der Kanzler hatte in der Schweiz seine Kritik an den seiner Ansicht nach zu geringen Arbeitszeiten in Deutschland bekräftigt. Er verwies dabei darauf, dass Arbeitnehmer in der Schweiz 200 Stunden pro Jahr mehr arbeiteten.
Dazu sagte die Linken-Chefin: "Wenn er meint, Beschäftigte würden zu viel Freizeit genießen, dann spricht er vor allem die Sprache der Wirtschafts-Lobbys und nicht die der Menschen, die unser Land jeden Tag am Laufen halten."
Schwerdtner kritisierte zudem die Äußerungen des Kanzlers zu den Reformplänen seiner Regierung. "Wir sehen hier wieder das gleiche Muster: Sozialabbau wird als Mut verkauft, Rückgratlosigkeit als Reform", sagte sie zu AFP. "Am Ende zahlen diejenigen die Rechnung, die schon jetzt kämpfen, um über die Runden zu kommen."
Merz hatte in seiner Rede in Davos auch auf seine Reformagenda verwiesen, mit der er die Wirtschaft in Deutschland stärken wolle - auch als Voraussetzung dafür, dass Deutschland eine wichtigere Rolle in der globalen Diplomatie spielen könne.