Kaja Kallas will Rückkehr zur Diplomatie. Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ in Krisenregion verlegt. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Liveblog.
Wichtige Updates
Thomas Krause
Im Iran haben laut staatlichen Medienberichten Hunderttausende Menschen an organisierten Solidaritätskundgebungen für den neuen Revolutionsführer Modschtaba Chamenei teilgenommen. In Teheran bekundeten Menschen demnach trotz der Gefahr von Raketenangriffe der USA und Israels dem obersten Führer ihre Treue.
Aufnahmen des staatlichen Fernsehens zeigen Autokorsos sowie Menschen mit iranischen Fahnen. Laut Staatsmedien erklären die Demonstrierenden, gemeinsam mit dem neuen Führer den Konflikt bis zum „endgültigen Sieg“ fortsetzen zu wollen.
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Thomas Krause
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt laut drei Insidern eine weitere Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl, um den Anstieg der weltweiten Energiepreise zu dämpfen. Das Schritt könnte die Bemühungen westlicher Länder erschweren, Moskau die Einnahmen für seinen Krieg in der Ukraine zu entziehen. Am Ölmarkt gibt der Preis nach Bekanntwerden der Nachricht um rund zehn Prozent nach.
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Thomas Krause
Irankrieg laut Trump „so gut wie abgeschlossen“
US-Präsident Donald Trump bezeichnet einem Sender zufolge den Krieg gegen den Iran als weitgehend entschieden. „Ich denke, der Krieg ist so gut wie abgeschlossen“ (engl. „is very complete“), zitiert eine CBS-Reporterin den Präsidenten auf der Plattform X aus einem Telefoninterview. Der Iran verfüge über keine Marine, keine Kommunikationswege und keine Luftwaffe mehr. Die USA seien dem ursprünglichen Zeitplan von vier bis fünf Wochen „sehr weit“ voraus. An den US-Börsen notieren die Kurse nach Bekanntwerden der Nachricht im Plus.
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Thomas Krause
Die iranischen Revolutionsgarden kündigen an, Schlagkraft und Häufigkeit ihrer Raketenstarts zu erhöhen. Auch die Reichweite werde vergrößert, zitiert das Staatsfernsehen den Kommandeur der Luft- und Raumfahrttruppe der Garden, Madschid Mussawi. Künftig würden keine Raketen mit Sprengköpfen von weniger als einer Tonne Gewicht mehr abgefeuert.
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Thomas Krause
Der Iran lagert nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) fast die Hälfte seines auf bis zu 60 Prozent angereicherten Urans in einer unterirdischen Anlage in Isfahan. Der Tunnelkomplex sei das einzige Ziel, das bei den Angriffen Israels und der USA auf iranische Atomanlagen im Juni offenbar nicht schwer beschädigt worden sei, sagt IAEA-Chef Rafael Grossi in Paris.
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Kai Müller
Emir von Kuwait verurteilt iranische Angriffe und betont Recht auf Selbstverteidigung
Nach erneuten iranischen Angriffen auf Kuwait übt der Emir des Golfstaates scharfe Kritik an seinem Nachbarland. Kuwait sei von "einem brutalen Angriff durch ein benachbartes muslimisches Land" getroffen worden, erklärt Scheich Meschal al-Ahmad al-Dschaber al-Sabah in einer Fernsehansprache. Sein Land habe ein "Recht auf Selbstverteidigung". Seit dem Beginn des Iran-Kriegs wurden bei Angriffen auf Kuwait zwölf Menschen getötet.
Kuwait betrachte den benachbarten Iran "als Freund", sagt der Emir. Dennoch sei der Golfstaat angegriffen worden, "obwohl wir die Nutzung unseres Landes, unseres Luftraums oder unserer Küsten für militärische Aktionen gegen dieses Land nicht gestattet haben und wir dies wiederholt über unsere diplomatischen Kanäle mitgeteilt haben", fügt al-Sabah hinzu.
Scheich Meschal al-Ahmad al-Dschaber al-Sabah. Eric Tschaen / Imago Images
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Kai Müller
Niederlande schicken Fregatte zum Schutz gegen Angriffe des Irans
Die Niederlande beteiligen sich mit einer Luftverteidigungsfregatte im östlichen Mittelmeer am Schutz der Region vor iranischen Angriffen. Das teilt das Verteidigungs- und das Außenministerium dem Parlament in Den Haag mit. Die „Zr. Ms. Evertsen“ werde zum Schutz von EU-Land Zypern und dem Nato-Partner Türkei eingesetzt.
Frankreich hatte die Niederlande um Unterstützung gebeten, auch um die Sicherheit französischer Marineschiffe in der Region zu gewährleisten. Die Regierung spricht von einem „begrenzten Einsatz defensiver Art“. Es gehe um die Verteidigung „unser Verbündeter“, sagt Verteidigungsministerin Dilan Yesilgöz. „Von einem offensiven Einsatz kann keine Rede sein.“
Die „Evertsen“ mit 170 Personen an Bord ist mit Radartechnik gegen Drohnen, Raketen und Flugzeuge ausgerüstet. Sie befindet sich derzeit auf der Höhe von Malta.
„Von einem offensiven Einsatz kann keine Rede sein“Dilan Yesilgöz, Verteidigungsministerin der Niederlande
Dilan Yesilgöz. Lina Selg / Picture Alliance
Luftverteidigungsfregatte „Evertsen°. ABBfoto / Picture Alliance
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Kai Müller
Hisbollah greift israelische Militärbasis nahe Tel Aviv mit Raketen an
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat am Montag nach eigenen Angaben Raketen auf einen israelischen Militärstützpunkt in der Nähe von Tel Aviv abgefeuert. Sie habe die Heimatfront-Kommandozentrale der israelischen Armee in Ramla mit einer „Salve hoch entwickelter Raketen“ angegriffen, teilt die libanesische Miliz mit.
Es handele sich um eine Antwort auf „die kriminelle israelische Aggression, die dutzende libanesische Städte und die südlichen Vororte von Beirut getroffen hat°.
Es handele sich um eine Antwort auf „die kriminelle israelische Aggression, die dutzende libanesische Städte und die südlichen Vororte von Beirut getroffen hat°.
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Kai Müller
486 Menschen bei israelischen Angriffen getötet
Im Libanon sind bei israelischen Angriffen seit dem 2. März 486 Menschen getötet worden. Das teilt das libanesische Gesundheitsministerium mit.
Das israelische Militär verstärkt seinen Beschuss auf Ziele im Libanon und nimmt dabei nach eigenen Angaben die radikal-islamische Hisbollah-Miliz ins Visier. Die Hisbollah ist mit dem Iran verbündet.
Das israelische Militär verstärkt seinen Beschuss auf Ziele im Libanon und nimmt dabei nach eigenen Angaben die radikal-islamische Hisbollah-Miliz ins Visier. Die Hisbollah ist mit dem Iran verbündet.
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Kai Müller
Israels Militär: Drohnenhauptquartier der Revolutionsgarden zerstört
Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe haben nach Angaben eines Militärsprechers ein Drohnenhauptquartier der iranischen Revolutionsgarden zerstört. Zum Standort der Anlage wurden zunächst keine Angaben gemacht.
Sie sei im Rahmen einer Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran attackiert worden, heißt es. Von dort aus seien Drohnen zu Angriffen gegen Israel gestartet, aber auch gelagert worden.
Sie sei im Rahmen einer Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im Iran attackiert worden, heißt es. Von dort aus seien Drohnen zu Angriffen gegen Israel gestartet, aber auch gelagert worden.
Zudem wurden nach israelischen Angaben drei Raketenwerfer angegriffen, von denen in der Stunde zuvor Raketen auf Israel abgefeuert worden seien.
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Kai Müller
EU-Chefdiplomatin fordert Israel auf, Angriffe im Libanon zu beenden
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert von Israel ein Ende der Militäroperationen im Libanon. Israel habe nach den jüngsten Angriffen der proiranischen Hisbollah-Miliz das Recht auf Selbstverteidigung, erklärt sie in Brüssel.
Die Vergeltung führe aber zu Massenvertreibungen und destabilisiere eine ohnehin fragile Lage zusätzlich. Die harte Reaktion berge die Gefahr, den Libanon und seine Bevölkerung in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der ihre sei – mit schwerwiegenden humanitären Folgen.
Die Vergeltung führe aber zu Massenvertreibungen und destabilisiere eine ohnehin fragile Lage zusätzlich. Die harte Reaktion berge die Gefahr, den Libanon und seine Bevölkerung in einen Krieg hineinzuziehen, der nicht der ihre sei – mit schwerwiegenden humanitären Folgen.
„Diplomatie und eine Rückkehr zur Waffenruhe bieten die beste Chance, den Libanon vor einem Abgleiten ins Chaos zu bewahren“, fügt Kallas hinzu. Es gelte nun vorrangig zu verhindern, dass es weitere Tote, Vertreibungen und eine regionale Eskalation gebe. Zudem müssten auch die Souveränität und territoriale Unversehrtheit des Libanon geachtet werden. «Israel sollte seine Operationen im Libanon einstellen», forderte Kallas.
„Israel sollte seine Operationen im Libanon einstellen“EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. Anadolu Agency / Imago Images
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Kai Müller
Bundesaußenminister Johann Wadephul ist zu einem Besuch in Zypern eingetroffen, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amts mitteilt. „Unserem EU-Partner gilt in diesen Tagen besondere Solidarität, nachdem das Land in der vergangenen Woche von iranischem Drohnenbeschuss betroffen war“, erklärt sie weiter.
Vor diesem Hintergrund werde Wadephul am Dienstag in Nikosia politische Gespräche mit dem zyprischen Außenminister Constantinos Kombos zur Lage im Nahen Osten führen. Noch am Montagabend sei ein Treffen mit dem Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Zayed, auf Zypern geplant.
Vor diesem Hintergrund werde Wadephul am Dienstag in Nikosia politische Gespräche mit dem zyprischen Außenminister Constantinos Kombos zur Lage im Nahen Osten führen. Noch am Montagabend sei ein Treffen mit dem Außenminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Abdullah bin Zayed, auf Zypern geplant.
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Kai Müller
Lufthansa-Konzern verlängert Flugstopp nach Nahost
Wegen des Iran-Kriegs fliegt der Lufthansa-Konzern weiterhin nicht zu bestimmten Zielen in der Region. Die verschiedenen Airlines der Gruppe setzen die Flüge nach Dammam, Dubai und Abu Dhabi bis einschließlich Sonntag (15. März) aus, wie das Unternehmen mitteilt. Die Verbindungen nach Tel Aviv bleiben bis einschließlich Grün-Donnerstag (2. April) eingestellt.
Die Flughäfen in Riad, Jeddah und Larnaca auf Zypern werden planmäßig bedient. Lufthansa schickt zudem Chartermaschinen im Auftrag von Reiseveranstaltern und für die Bundesregierung. Hier ist ein weiterer Flug von Maskat im Oman geplant, der am Dienstagmorgen in Frankfurt landen soll.
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Kai Müller
Frankreich schickt rund ein Dutzend Kriegsschiffe ins Mittelmeer
Frankreich verlegt zur Unterstützung seiner Verbündeten im Nahost-Konflikt rund ein Dutzend Kriegsschiffe ins Mittelmeer und das Rote Meer. Zu dem Verband gehöre auch der Flugzeugträger „Charles de Gaulle“, sagt Präsident Emmanuel Macron bei einem Besuch auf Zypern.
„Wenn Zypern angegriffen wird, wird Europa angegriffen“, betont er. Ziel des Einsatzes sei eine rein defensive Haltung, um die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Macron stellt zudem in Aussicht, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu eskortieren, sobald die intensivste Phase des Konflikts vorüber sei.
„Wenn Zypern angegriffen wird, wird Europa angegriffen“, betont er. Ziel des Einsatzes sei eine rein defensive Haltung, um die Freiheit der Schifffahrt zu gewährleisten. Macron stellt zudem in Aussicht, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu eskortieren, sobald die intensivste Phase des Konflikts vorüber sei.
„Wenn Zypern angegriffen wird, wird Europa angegriffen“Frankreichs Präsident Emmanuel Macron
Kampfjets an Bord des Flugzeugträgers Charles de Gaulle. Mit der Verlegung möchte Macron „die Freiheit der Schifffahrt“ unter anderem in der vom Iran blockierten Straße von Hormus gewährleisten. Xinhua / Imago Images
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Kai Müller
Trump fordert von Australien Asyl für Irans Fußballerinnen
US-Präsident Donald Trump fordert Australien öffentlich auf, den Spielerinnen der iranischen Fußball-Nationalmannschaft Asyl zu gewähren. Das Team solle nicht in die Heimat zurückgeschickt werden, so Trump, dort drohe den Spielerinnen „sehr wahrscheinlich“ der Tod.
Trump kritisiert auf seinem Netzwerk Truth Social die Regierung in Canberra scharf und spricht von einem „schrecklichen humanitären Fehler“. Der US-Präsident wendet sich direkt an den australischen Premierminister Anthony Albanese: „Die Vereinigten Staaten werden sie aufnehmen, wenn Sie es nicht tun“, schreibt er.
Nach dem Vorrunden-Aus bei der Asienmeisterschaft hatte es große Sorgen um die Nationalspielerinnen gegeben. Weil die Mannschaft beim ersten Gruppenspiel gegen Südkorea (0:3) auf das Singen der Nationalhymne verzichtet hatte, befürchteten Menschenrechtsgruppen nach der Rückkehr in die Heimat Repressalien.
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DPA · AFP · Reuters · SID
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