„Trotzdem reingegangen“
Grüne Jugend geht Boris Palmer bei Özdemir-Wahlparty an

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ist 2023 bei den Grünen ausgetreten (Archivbild)
© Christoph Schmidt
Boris Palmer polarisiert als Oberbürgermeister von Tübingen nicht nur seine Ex-Partei. Nicht jeder wollte ihn deshalb bei der Grünen-Wahlparty von Cem Özdemir sehen.

Tübingens parteiloser Oberbürgermeister Boris Palmer ist nach eigenen Worten bei der Wahlparty seiner früheren Partei in Stuttgart unsanft von Mitgliedern der Grünen Jugend zum Gehen aufgefordert worden. Er sei am Montagabend gleich im Eingangsbereich von zwei jungen Männern angeraunzt worden. Es hieß, er schade Cem Özdemir und solle wieder gehen, sagte Palmer auch dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“. Niemand habe ihn eingeladen, er solle verschwinden. „Ich bin dann trotzdem reingegangen“, so Palmer. 

Die Grüne Jugend ist auf Palmer nicht gut zu sprechen. Nach der Wahl forderte sie, Palmer dürfe weder Minister noch Berater in der künftigen Landesregierung werden. „Die Haltungen und wiederholten rassistischen Äußerungen des ehemaligen Grünen-Mitglieds Boris Palmer sind mit den Grundwerten unserer Partei unvereinbar.“

Macht Cem Özdemir Boris Palmer zum Minister?

Allerdings lässt Grünen-Politiker Cem Özdemir Spekulationen um ein mögliches Ministeramt für Palmer weiter offen. Auf die Frage, welche landespolitische Rolle der Tübinger nach der Wahl spielen werde, sagte Özdemir, selbstverständlich werde Palmer für ihn auch eine wichtige Rolle spielen. Aktuell verteile man aber keine Ämter.

DPA
tkr

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