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CTS Eventim Tickethändler im Visier des Bundeskartellamts


Hat Eventim seine Marktmacht missbraucht? Dem geht das Bundeskartellamt, laut Medienbericht, seit November nach. Europas größter Tickethändler soll Veranstalter unter Druck gesetzt haben.

Das Bundeskartellamt hat ein Verfahren gegen den Tickethändler CTS Eventim eingeleitet. Das bestätigte das Kartellamt der Zeitung "Welt am Sonntag". Dem Bericht zufolge prüft die Behörde, ob das Unternehmen seine Marktmacht missbraucht. Der Tickethändler vertreibt Eintrittskarten etwa für Konzerte, Comedy-Shows, Musicals, Sportevents oder die Berlinale-Filmfestspiele.

"Im Rahmen des Verfahrens wird die kartellrechtliche Zulässigkeit verschiedener Geschäftspraktiken von CTS geprüft", bestätigte das Kartellamt der Zeitung. Es seien "umfangreiche interne Unterlagen" angefordert worden. Unter Berufung auf Branchenkreise berichtet das Blatt, die Ermittlungen seien im November aufgenommen worden.

Eventim dementiert die Vorwürfe

Demnach soll unter anderem geprüft werden, ob Veranstalter möglicherweise unter Druck gesetzt wurden, ihre Tickets online bei Eventim zu verkaufen. Der Anwalt von Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg sprach auf Anfrage der "Welt am Sonntag" von Behauptungen, die "zur Gänze oder in Teilen falsch sind bzw. Halbwahrheiten oder Verdrehungen der Fakten enthalten".

Eventim ist nach eigenen Angaben der größte Tickethändler Europas und in 23 Ländern aktiv. Die Unternehmensgruppe gibt an, jährlich europaweit mehr als 100 Millionen Eintrittskarten für mehr als 200.000 Veranstaltungen zu vermarkten. Eventim machte dem Bericht zufolge mit dem Kartenverkauf und Konzertveranstaltungen einen Umsatz von etwa 630 Millionen Euro und beschäftigt rund 1800 Mitarbeiter.

yps/AFP AFP

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