Die Ukraine hatte am Dienstag erklärt, die nach eigenen Angaben im Januar durch einen russischen Angriff beschädigte Pipeline repariert zu haben. Sie warte nun auf einen Antrag aus Ungarn zur Wiederaufnahme der Lieferungen. Eine entsprechende Anfrage wurde ukrainischen Angaben zufolge nun durch den ungarischen Energiekonzern MOL gestellt. Das Unternehmen, das Ungarn und die Slowakei beliefert, forderte demnach rund 100.000 Tonnen Öl an.
Kiew hofft, dass durch die Wiederinbetriebnahme die letzte Hürde für die Auszahlung eines 90 Milliarden Euro schweren Kredits der EU für die Ukraine aus dem Weg geräumt wird. Zuletzt hatte vor allem der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban die Auszahlung blockiert - unter anderem mit Verweis auf die ausbleibenden Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline. Nach seiner Wahlniederlage vor rund zehn Tagen hatte Orban angedeutet, die Auszahlung der Hilfen nicht weiter blockieren zu wollen.