Zuvor hatte der "Spiegel" über die Entscheidung des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr berichtet, die deutschen Kräfte im Nordirak deutlich zu reduzieren. Personal, das für die Mission nicht entscheidend sei, sei vorsorglich vom Irak an andere Orte verlegt worden.
Die Bundeswehr unterstützt im Irak den Aufbau der örtlichen Streitkräfte. Schwerpunkt ist die kurdische Metropole Erbil im Norden des Irak, in der Hauptstadt Bagdad sind nur noch einzelne Soldaten als Berater eingesetzt.
Zuletzt waren rund 300 Soldaten und Soldatinnen für die Bundeswehr-Mission im Einsatz. Der größte Teil davon ist allerdings in Jordanien stationiert, wo die Luftwaffe in al-Asrak seit Jahren ein kleines Feldlager betreibt und die internationale Anti-Terror-Koalition unter anderem mit Tankflugzeugen unterstützt.
Mit dem verbleibenden Personal des Kontingents werde der Kernauftrag der deutschen Soldaten im Nordirak aufrechterhalten, teilte der Bundeswehr-Sprecher weiter mit. Das Vorgehen sei mit den multinationalen Partnern vor Ort abgestimmt worden. "Für uns hat die Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten immer oberste Priorität." Daher werde "aus Fürsorgegründen und um potenzielle Risiken zu minimieren, nicht-missionskritisches Personal" verlegt.