Als eine Folge der verschärften Einwanderungspolitik unter dem früheren Innenminister Bruno Retailleau wird der Rückgang der Legalisierungen von zehn Prozent gewertet. Retailleau habe im Januar 2025 in einem Rundschreiben an die Behörden darauf gedrängt, Menschen ohne gültige Papiere nur in Ausnahmefällen das Bleiberecht zu gewähren und die Bedingungen dafür zu verschärfen, erklärte Guillaume Mordant, Leiter der Statistikabteilung der französischen Ausländerbehörde. Insgesamt wurden nach den Zahlen des Innenministeriums rund 28.600 Ausländer legalisiert.
Die Zahl der Asylanträge verringerte sich leicht um 3,7 Prozent auf knapp 152.000. Die meisten Asylbewerber in Frankreich kamen aus der Ukraine, der Demokratischen Republik Kongo und aus Afghanistan. Die Anerkennungsquote stieg auf 52 Prozent.
Retailleau, der sich eine schärfere Einwanderungspolitik auf die Fahnen geschrieben hatte, war im Oktober von Laurent Nuñez im Amt des Innenministers abgelöst worden. Er ist derzeit Parteichef der konservativen Republikaner und bringt sich für die Präsidentschaftswahl 2027 in Stellung.
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