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Selber machen: Digitale Schnitzeljagd

Die Schatzsuche für den nächsten Kindergeburtstag wird auf dem Smartphone gespielt.

Topfschlagen, Blinde Kuh und Eierlaufen finden bei unseren Kindergeburtstagen zwar auch noch statt, aber ohne eine ordentliche Schatzsuche geht gar nichts. Bisher habe ich das immer schön analog mit Zetteln und Hinweisen an den einzelnen Stationen umgesetzt. Und da spricht ja grundsätzlich auch nichts dagegen. Wer das aber gerne mal etwas digitaler gestalten möchte, findet in Actionbound ein praktisches Tool mit dem man ohne Programmierkenntnisse Schatzsuchen und Stadtralleys für Smartphone oder Tablet gestalten kann.

Actionbound richtet sich sowohl an Bildungseinrichtungen, die damit komplexere Lernanwendungen umsetzen, als auch an Privatanwender, die die nächste Piratensachatzsuche für den Kindergeburtstag multimedial gestalten wollen. Für Privatnutzer ist Actionbound kostenlos.

Ralleys sind sogenannte „Bounds“ und bestehen aus verschiedenen Stationen und Aufgaben, die chronologisch angeordnet und individuell gestaltet werden können. Ist ein „Bound“ fertig gestellt, kann er auf dem Smartphone oder Tablet durchgespielt werden.

Bei den meisten Aufgaben kann man neben einer Textbeschreibung auch noch Bilder, Videos oder Soundfiles anfügen. Das ist sehr fein, weil man dadurch Kindern, die noch noch nicht lesen können, mit Bildern oder selbst gesprochenen Erklärungen die jeweilige Aufgabe vermitteln kann.

Die „Bounds“ werden über eine Weboberfläche komfortabel per Drag & Drop im Browser erstellt. Die Nutzeroberfläche ist größtenteils selbsterklärend und auch für Einsteiger nach kurzer Einarbeitungszeit sehr gut und effektiv zu bedienen.

Gespielt werden die Bounds dann auf dem Smartphone oder Tablet. Dazu muss man die kostenlose Actionbound-App (iOS, Android) installieren.

Die meisten Aufgaben kann man auch im Offline-Modus, also ohne Mobilfunkanbindung und GPS, spielen. Will man interaktive Karten und Navigation nutzen, ist eine Internetverbindung nötig.

Viele Konfigurationsmöglichkeiten bei den Aufgaben richten sich an pädagogische Anwender, die Ralleys in größeren Gruppen spielen und dabei z.B. Punkte vergeben, die Ergebnisse am Ende auswerten und einen Sieger küren. Ich erkläre im Folgenden daher nur die wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten für eine einfache Geburtstagsschnitzeljagd, die von den Kindern gemeinsam mit einem Smartphone (und in Begleitung von Erwachsenen) gespielt wird.


Neuen Bound erstellen

Nach erfolgreicher Registrierung wird uns direkt der Link zum Erstellen eines neuen Bounds angeboten.

Wir klicken und geben einen Namen und eine URL für den Bound ein. Die URL dient dazu, später direkt auf den Bound zu verlinken.


Bound-Optionen

Hier kann man ein Titelbild und einen Erklärtext für den Bound eingeben. Die restlichen Einstellungen sind v.a. für andere Nutzer wichtig, die den Bound nach verschiedenen Kriterien suchen können. Jeder Bound ist grundsätzlich öffentlich zugänglich. Möchte man den Zugriff beschränken, muss man dafür jeweils 7 € bezahlen.


Bound bearbeiten

Der neu erstellte Bound erscheint in unserer Übersicht. Mit einem Klick auf „Bearbeiten“ gelangen wir in den Editiermodus.

Auf der linken Seite wird der Ablauf des Bounds angezeigt, auf der rechten sind alle Aufgaben und Elemente, die man zu einem Bound hinzufügen kann.

Mit Klick auf eines der Elemente können wir dieses konfigurieren und anschließend mit der Maus nach links in den Ablauf ziehen. Die Elemente im Ablauf können später auch noch bearbeitet und umsortiert werden.


Abschnitt

Abschnitte helfen dabei, umfangreichere Bounds in einzelne Kapitel zu gliedern. Jeder Abschnitt wird später beim Spielen in der App als Eintrag in der Navigation angezeigt.


Information

Mit dem Informationsfeld kann man erklärende Inhaltselemente einfügen, die nicht an eine Aufgabe gebunden sind. Damit lassen sich die Stationen gut mit einer übergreifenden Geschichte verbinden.


Frage

Die Kinder müssen eine Frage beantworten. Es gibt verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Sowohl Freitext als auch Multiple-Choice-Antworten sind möglich.


Aufgabe

Damit kann man den Kindern eine freie Aufgabe stellen, die sie dann entweder als Text oder mit einem Bild beantworten können.


Turnier

Die Kinder können in einem kleinen Wettbewerb gegeneinander antreten. Z.B. Wettrennen oder Luftanhalten.


Code scannen

Einen vorab generierten und ausgedruckten QR-Code bringt man an einer versteckten Stelle an. Die Kinder müssen ihn suchen und mit dem Smartphone einscannen um die Aufgabe zu lösen.


Punkte finden

Mit diesem Element verbindet man die einzelnen Stationen. Auf einer Karte markiert man den nächsten Punkt. Die Kinder können dann mit einer Karte auf dem Smartphone selbst dort hin finden. Funktioniert nur im Onlinemodus, wenn man ein Gerät mit GPS und Mobilfunkanbindung hat.

Man kann entweder eine konkrete Adresse eingeben oder den Punkt manuell setzen. Das manuelle Setzen ist etwas hakelig und geschieht über einen langen, einfachen Klick (Doppelklick zoomt die Karte)


Umfrage erstellen

Hier fragt man die Kinder nach ihrer Meinung. Wenn man z.B. in der vorangegangenen Aufgabe als Punkt die nächste Eisdiele finden musste, bietet es sich an, jetzt nach der Lieblingseissorte zu fragen (die man dann natürlich anschliessend auch kaufen muss!).

Bound testen und online stellen

Hat man die Schatzsuche fertig gestellt, sollte man sie auf jeden Fall einmal durchtesten. Dazu klickt man in der oberen Navigation auf „Testen“.

Es öffnet sich ein neues Fenster mit einem QR-Code. Diesen scannt man nun mit der Actionbound-App auf dem Smartphone ein und der Bound startet. Hat man keine ortsgebundenen Aufgaben („Punkt finden“) eingebaut, kann man den Bound auch auf dem Sofa testen. Ansonsten muss man raus und einmal die Strecke ablaufen.

Passt alles, stellt man den Bound online. Er kann jetzt von der Geburtstagsgesellschaft (und allen anderen Actionbound-Nutzern) gespielt werden.

Auf einer Übersichtskarte finden sich die Bounds von anderen Nutzern. Dort kann man schauen, ob es vielleicht schon was Brauchbares in der Nachbarschaft gibt.

Fazit:

Mit der kostenlosen Anwendung Actionboundwird die klassische Geburtstagsschnitzeljagd sehr schön und einfach multimedial aufgewertet. Die Spielgeräte müssen dazu nicht zwingend online sein und man kann die digitale Suche auch sehr gut mit analog hinterlegten Schätzen und Fundstücken anreichern und kombinieren. Wer den eigenen Bound nicht öffentlich machen will, muss entweder bezahlen oder nimmt die Schatzsuche nach erfolgreichem Durchspielen einfach wieder offline.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.