HOME

Noch Fragen?

Frage Nummer 3000106028 Musca

Braucht die AfD noch Wahlkampfgelder ?

Eine bessere Wahlkampfunterstützung wie zur Zeit durch unsere ehemaligen Volksparteien kann man sich doch gar nicht wünschen, oder ?
Antworten (13)
StechusKaktus
Wenn ich mich recht entsinne, ist für "Wahlkampfgelder" weniger der Bedarf als vielmehr ein Schlüssel, der sich aus dem Wahlergbnis ableitet, relevant.
Musca
yeah Stechus, immer politisch korrekt an der Realität vorbei, danke für Deine Antwort.
Musca
oh Stechus, ist das alles, was Dir dazu einfällt ?
elfigy
Angst frisst Hirn. Die machen sich alle vor Seehofer in die Hose. Ich glaube nicht, dass die CSU die Koalition hätte platzen lassen, wenn sie den IM gefeuert hätten. Die kennen auch ihre UmfrageErgebnisse. So ein Affentheater. Und wer freut sich? Trump, Putin und die AfD.
Ich kann garnicht soviel essen, wie ich kotzen möchte.
Und wie bescheuert muss man sein, eine Partei zu wählen, die Europa destabilisieren will und außer FremdenHass nichts zu bieten hat. Null Lösungen für unsere wirklichen Probleme.
rayer
@elfigy
Leider muss ich hier widersprechen, die Menschen sind nicht bescheuert die ihren Protest damit ausdrücken die extremen Parteien zu wählen, man sieht keine Alternative. Die demokratischen Parteien haben den Bürger vergessen. Das Beispiel Maaßen ist typisch. Wie will man einem Angestellten, der wegen mangelnder Qualifikation gefeuert wird, vermitteln ein Maaßen wird weggelobt mit 20% mehr Gehalt? Wie will man dem H4 Empfänger vermitteln es gibt keine Mittel und gleichzeitig werden für Flüchtlinge Milliarden locker gemacht? Wie will man dem Normalo vermitteln es reicht nicht für eine auskömmliche Rente und die Aktionäre genehmigen sich Jahr für Jahr Dividenden von 5% Plus?
StechusKaktus
Das verwirrende an der Frage ist, dass sie zwei Dinge mit einander verknüpft, die vordergründig keinen Zusammenhang haben. Meine Antwort war ein stiller Protest dagegen.

Aber dröseln wir die Frage auf: Auf der einen Seite haben wir die Situation, einen Chef des Verfassungsschutzes zu haben, der dummes Zeug erzählt und keiner weiss warum. Normalerweise hätte das zu seiner Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand führen müssen, hat es aber nicht.
Die Motivation der Beteiligten für die seltsamen Auswüchse der Situation ist unklar.

Fakt ist, dass es keine gute Idee war, ihn an die Stelle eines scheinbar beliebten Staatsekretärs zu heben.

Jetzt kann man aus diesem Chaos der Altparteien ableiten, dass die AfD davon profitiert und ich glaube das ebenfalls.

Zurück zur "Frage": Auch ich schätze es, wenn der Fragesteller sich ein paar Gedanken macht, wohin er die Antworten leiten will.
Musca, du hast die Frage bewusst derart offen gestellt, dass sich die ersten Reaktionen breit streuen und schlecht kanalisiert werden können.

Rayer hat sie zum Beispiel genutzt, um den AfD-Versteher zu geben, Elfigy ihre Empörung im Allgemeinen auszudrücken.

Du hingegen hast dich fein herausgehalten.
elfigy
Hallo raye. Es ist richtig, dass das was du aufgezählt hast und noch mehr, schlimme Entwicklungen sind.
Aber da aus Protest die AfD wählen, ist, wie wenn man in einer Kneipe aus dem Klo trinkt, weil einem das Bier nicht schmeckt. Die Fäkalbakterien nimmt man in Kauf.
Es sind auch nicht überwiegend Protestwähler, da sind auch jede Menge Überzeugungstäter dabei.
Der braune Bodensatz der Gesellschaft, den es immer gab, den ich persönlich schon vor vielen Jahren auf 15% geschätzt habe, kommt nur jetzt aus seinen Löchern.
Früher war das nur nicht salonfähig. Erschreckend ist, dass sich auch gebildete, intelligente Leute als charakterliche Grobmotoriker outen. Ich habe solche in der Verwandtschaft, die haben hauptsächlich Angst, aber nicht vor der Klimakatastrophe, sondern vor den „Fremden“ - wörtlich. Und Arroganz ist zu spüren. Da sind Menschen nicht gleich viel wert. Empathie haben die nur für sich selber.
Damit muss eine Demokratie leben können. Aber man muss auch Einhalt gebieten. Wenn diese Leute schon faktenresistent sind, dann müssen die demokratischen Kräfte, die Politiker und die Bürger, dagegen zusammenwirken.


Dorfdepp
elfigy, wenn du den Leuten schon verbieten willst, unzufrieden zu sein, solltest du auch eine Lösung für das Problem präsentieren können.

Es gab mal eine große Gruppe von Leuten, denen weder das Bier in der Kneipe noch das Klowasser geschmeckt hat. Das waren die Nichtwähler, die mit der Tunix-Politik unzufrieden waren, und die jahrelang die größte Fraktion gestellt haben. Was hat es genutzt? Haben die Regierenden gesagt, bei so viel Unzufriedenheit müssen wir mal nachdenken? Nein, sie haben die Nichtwähler als Undemokraten beschimpft, vom ganz hohen Ross herunter, denn sie wurden ja wiedergewählt. Schon damals galt Merkels Devise "Ich sehe nicht, was wir ändern müssten".

elfigy, Protestwähler werden genau so geächtet, und ich frage dich, was die denn tun sollen. Diese Bundesregierung hat bislang noch nicht mit ihrer eigentlichen Arbeit angefangen, weil sie mehr mit sich selbst beschäftigt war. Sollen die Unzufrieden diese Leute wiederwählen, nur um die Demokratie zu retten?
Dorfdepp
Das Kreuz auf dem Stimmzettel ist das einzige Schwert, das der Wähler hat, aber wehe, er nutzt es. Dann heißt es, er wäre zu dumm, um richtig zu wählen. So viel Demokratie war nicht vorgesehen.
elfigy
Dorfdepp ich stimme dir weitgehend zu. Vielleicht überrascht dich das.
Ich finde auch am Protestwählen nichts auszusetzen. Aber dann aus Protest ausgerechnet die Partei zu wählen, die gleich (nach eigenem Bekunden) das System, sprich Parlamentarische Demokratie abschaffen will, das ist nicht nachvollziehbar. Man könnte auch die Tierschutzpartei oder andere harmlose Exoten aus Protest wählen
Dorfdepp
Protest wirkt nur, wenn er irgendwo weh tut, das sehe ich bei der Tierschutzpartei eher nicht gegeben.

Natürlich ist die AfD eine eklige Partei, aber es nützt nichts, nur davor zu warnen. Wirksamer wäre es, eine Politik zu betreiben, die diesem Protest den Nährboden entzieht. Die AfD-Wähler sind ja nicht alles rechtsradikale Dumpfbacken, sondern Leute aus der Mittelschicht, die sich Sorgen um den sozialen Abstieg machen.

Was könnte Frau Merkel anders machen? Nichts, machen ist nicht ihr Ding. Was könnte eine Politik ohne Frau Merkel besser machen? Konkret könnte sie

- politische Rahmenbedingungen schaffen, die prekäre Beschäftigungsverhältnisse unterbindet. Der Staat ist der Arbeitgeber mit den meisten befristeten Arbeitsverträgen und könnte da ein gutes Beispiel geben.

- nach Jahrzehnten sinnloser Diskussionen endlich mal ein Einwanderungsgesetz auf den Weg bringen, um die unkontrollierte Zuwanderung zu regeln.

- nicht immer nur darüber reden, dass Bildung unser Rohstoff und unsere Zukunft ist, sondern auch mal etwas dafür tun.

- nicht nur über den demographischen Wandel jammern, sondern der Tatsache Rechnung tragen, dass immer mehr Maschinen unsere Wertschöpfung leisten. Man muss diese Wertschöpfung zur Finanzierung der Sozialkosten angemessen beteiligen, anstatt wie bisher nur die von immer weniger Menschen geleistete Arbeit zu besteuern.

- Europa war als Wirtschaftsgemeinschaft (EWG, EG) ein Erfolgsmodell. Das hätte gereicht, aber ein paar Utopisten wollen die VSE, aber das dumme Volk ist nicht ganz so dumm und weiß, dass das niemals funktionieren kann.

Das wären ein paar Vorschläge, die mir als erstes einfallen. Moralisieren und Geschwafel über die Gefahren des Extremismus schaffen zwar persönliches Wohlbefinden, lösen aber keine Probleme. Dazu muss konkret gehandelt werden, aber das ist für unsere real existierenden Politiker ungeheuerlich und absolut undenkbar.

Ich habe weniger Angst vor der AfD als vor der Untätigkeit unserer etablierten Politiker. Dass wir schon ein Jahr darauf warten, dass die Regierung endlich ihre Arbeit aufnimmt, ist symptomatisch.
Matthew
Mehreren von Dorfdepps Punkten muss ich zustimmen.
StechusKaktus
Du Guter!