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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000055467 kreaktiv

Fahrerflucht ohne es gemerkt zu haben - wie verteidigen?

Ich hab am WE anscheinend beim Ausparken ein anderes Auto angefahren und wurde von Fußgänger wohl gesehen. Selbst habe ich es nicht mitgekriegt, gehört was auch immer und bin weiter gefahren. Im Netz wie z.B hier: http://www.fahrerflucht.org/nicht-bemerkt/#Auto-angefahren-und-nicht-bemerkt steht dass der Tatbestand einer Fahrerflucht nicht vorliegt, wenn man es nicht bemerkt hat. Wie kann ich das dann glaubwürdig erscheinen lassen schließlich kann das jeder von sich behaupten, aber bei mir war das tatsächlich so
Antworten (27)
Dorfdepp
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man es kaum überhören kann, wenn man ein anderes Auto anfährt, oder wenn man selbst angefahren wird. Du kannst dich darauf berufen, verkehrsuntüchtig zu sein, aber das macht die Sache auch nicht besser. Augen zu und durch.
Cordelier
Hmmm, mit nicht bemerkt wirst du nicht weit kommen. Aber der Fantasie sind im Anhörungsbogen den du sicher in der nächsten Zeit von den Cops bekommen wirst ja keine Grenzen gesetzt.
Allerdings solltest du deine Haftpflichtversicherung schon mal in Kenntnis setzen das da irgendwas passiert ist bzw. könnte.
bh_roth
Auch hier stellt sich wieder die Frage, warum jemand, der die Situation eindeutig schildert, noch zusätzlich einen Link anbietet, der über das, was er schon geschildert hat, etwas aussagt. Warum also die Frage, wenn er schon alles weiß? Warum sollte ich diesen link anklicken? Was ist darin der Mehrwert? Die Frage allein ohne Link wäre doch schon völlig ausreichend gewesen.
Cordelier
Ähemm auch bei der Haftpflichtversicherng angeben, hast du nicht bemerkt. wird dir aber auch keiner glauben denn jeden noch so kleinen "Ruckler" merkst du immer. Das Popometer ist nicht zu manipulieren.
dschinn
Ich denke hier an ein Wort, das fängt mit A an und hört mit T auf. Alles andere ist vergebene Liebesmüh, Dir werden die schönsten Umschreibungen nix helfen denke ich.

Wenn der "Unfallgegner" dann noch ein Gutachten zückt und die Sache über die berühmten 1300 Öre kostet.. ohje...

Und den Vorrednern muss ich Recht geben, sowas bemerkt man immer.... Nur wenn man voll zugedröhnt ist, würde man nix merken.... also haue alle Ausreden auf den Müll und such Dir professionelle Hilfe.

D.
DaveBorlisc
Falls du es wirklich nicht bemerkt hast, dann kannst du deswegen auch nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Die Anforderungen diesbezüglich sind aber sehr streng. Die Staatsanwaltschaft müsste ein Gutachten darüber einholen, ob du es hättest bemerken müssen.

Ich würde dir raten, zu einem Anwalt zu gehen, denn falls du wegen Unfallflucht verurteilt wirst, kann dich die Versicherung bis zu einem Betrag von 5000€ in Regrss nehmen wegen Verletzung der Obliegenheitspflicht.
ing793
wenn man nicht dagegenhaut, sondern vorbeikratzt, kann es sein, dass man nichts merkt.
Das lässt sich meines Wissens aber nur über ein Gutachten nachweisen.
Klär das mit Deinem Anwalt.
rayer
Die Sache mit dem nichts hören ist leider nachvollziehbar. Mir hat eine Oma beim Ausparken die hintere Tür eingedrückt und nichts gemerkt. Nur durch einen Zeugen bin ich auf der Sache nicht sitzen geblieben. Die Oma war fast taub und hat die Volksmusik so aufgedreht gehabt, dass sie nichts mitbekam. Der Zeuge sagte damals, es war fast nicht möglich die Frau zu stoppen, alles rufen und ans Fenster klopfen hat nicht geholfen, erst als er sich fast vor das Auto stellte, wurde er bemerkt. Ich kann mir schon vorstellen, wenn die Kiste laut genug dudelt, heute fahren die Kids ja mal mit 1000 Watt durch die Gegend, da kriegst nichts mit. Der Subwoofer lässt die Karre so vibrieren das kann man vergessen.
bh_roth
Ein "Kollege", der bei der gleichen Firma LKW gefahren ist wie ich damals, wurde mal wegen Fahrerflucht angezeigt. Er hatte mit dem Anhänger seines 40to-LKW (Wechselbrücke aus Stahl) beim Abbiegen einen Lichtmast touchiert. Dem konnte ich (und der Staatsanwalt) glauben, dass er nichts davon mitbekommen hat. Mir ist im Wienerwald ein PKW unter den Anhänger gerauscht und verstarb noch am Unfallort. Vorn in der Fahrerkabine kam von diesem Unfall nur ein kleiner Schubs an.
Unter Umständen kann man einen Unfall oder eine Berührung also nicht mitbekommen. Aber bei einem PKW? Beim Ausparken? Ohne dass da laute Fahrgeräusche oder sich heftig bewegende Aufbauten dazukommen? Das wird schwer, sich da herauszureden.
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Vielleicht schaffst du ja eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlen einer vom Staatsanwalt festzulegenden Strafe. Dein Anwalt wird dich da beraten.
Dorfdepp
Der Schwachpunkt bei dieser Argumentation ist, dass der Fußgängerzeuge den Lärm bestätigen müsste. Ich würd's lassen und mich einsichtig zeigen, das ist die beste Strategie. Da kann ein subjektives Nichtbemerken als strafmindernd gewertet werden.
rayer
Dorfdepp
Der Schwachpunkt bei Deiner Argumentation ist, was nach Deiner Überzeugung nicht sein darf, kann nicht sein. Wir wissen nicht, wie die Umstände beim Fragesteller tatsächlich waren, Du bist aber in Deiner grenzenlosen hellseherischen Fähigkeit zu 100% sicher der Unfall musste vom Fahrer bemerkt werden. Wir haben noch nicht mal einen Schimmer, ob es sich nur um einen Lackkratzer handelt, das schafft man leicht im Vorbeiwischen und kann ein paar Hundert kosten, aber Du als Unfallexperte hast sicher recht.
Dorfdepp
rayer,
wenn kreativ wirklich seine Musikanlage so laut eingestellt hätte, dass er deswegen nichts gehört hat, hätte er das erwähnt oder die Frage nicht gestellt, sagt mein GMV. Also ist es unlauter, ihn auf dieses Glatteis zu schicken, weil er dort einbrechen wird. Unehrlichkeit wird schnell erkannt.
Mein letzter Crash war, als ich aus einer sehr engen Parklücke herausfahren wollte und das hintere Fahrzeug touchiert habe. Das hat einen Riesenlärm verursacht, so dass sich dachte, dessen ganze Vorderfront wäre eingedrückt. Bei näherem Hinsehen hat sich gezeigt, dass nichts passiert war, außer das beim Kennzeichen ein Buchstabe etwas eingedrückt war. Ich spiele mich nicht als Experte auf, aber Verkehrsexperten bei Gericht können so etwas recht gut beurteilen.
Cordelier
Ist mir die Tage auch passiert, beim rückwärts Einparken ebend mit der Hängerkupplung das vordere Kennzeichen vom Stadtwerke Auto "berührt". war noch nicht mal ne Delle drin, aber selbst das hab ich gemerkt. Polizei geholt, 30€ Ticket und ne 3/4 std Zeit verschwendet.
Versicherung gemeldet und ne Std später Rückruf das die Stadtwerke auf ne Regulierung verzichten da ja kein Schaden entstanden war.
rayer
Wir können gerne nochmals auf Deine erste Antwort eingehen. Aus Deiner Erfahrung kann man einen Crash kaum überhören. Jetzt hätte ich gerne mal erklärt, wie Du zu Deiner Erfahrung kommst, Deine überhörten Crashs dann doch in Deinen Erfahrungsschatz übernommen zu haben. Woher kommt denn Deine Erkenntnis, nie einen Crash überhört zu haben? Weil Du beim samstäglichen Autoputz keine Streifen an der Stoßstange gefunden hast. Ziemlicher Blödsinn. Hab ich es überhört, ist mir die Sache nicht bewusst, folglich ist nicht auszuschließen, Du hast in Deinem Leben Hunderten von Autofahrern Kratzer in die Tür gezogen.
Dorfdepp
rayer,
bislang war dieser Thread sachlich und friedlich, aber ich glaube, es kippt gerade (wie so oft). Ciao.
Cordelier
Weil ich damals immer ein Beulenfreies Auto haben wollte (hatte einen der ersten Seat Ibiza Cupra TDI) hab ich locker über 1000€ bezahlt um die Beulen wegzumachen die mir andere beim Parken in der Parklücke mal ebend beim Türaufmachen reingehauen haben, das int. keinen mehr. "hat ja keiner gesehen", die Arschlöcher, soll sie der Teufel holen...
rayer
Dorfdepp, seit wann bekommen wir von den Fragestellern alle Details? Täglich sind hier die Hälfte der Fragen mit Nachfragen gespickt. Ich habe keinen blassen Schimmer, ob sich die Sache während eines Telefonats, lauter Musik, neben einem Presslufthammer, einer vorbeifahrenden S-Bahn, Lkw oder beim Pokemon verfolgen abgespielt hat. Daher mein Standpunkt es ist möglich und das Warum?, soll der Fragesteller gefälligst auf dem Anhörungsbogen erklären. Das kategorische "Unmöglich" sehe ich hier einfach nicht und Dein GMV muss ich nicht verallgemeinern. Ciao, weil Dir die Argumente ausgehen wäre wohl treffender. Ich habe nichts geschrieben, was Du jetzt als Beleidigung ansehen könntest.
Dorfdepp
@ rayer
So schnell bin ich nicht beleidigt. Mir gehen auch nicht die Argumente aus. Mein Punkt war der, dass der Fragesteller Argumente sucht, wie er aus der Sache heil herauskommt. Ihn dann zu möglichen Falschaussagen zu animieren, halte ich nicht für hilfreich. Natürlich kann er die Musik laut gestellt haben, aber das müsste der Zeuge bestätigen können, sonst wird es ein Rohrkrepierer. So und nicht anders habe ich das geschrieben.
IddiOtt
Richter sind ein eingebildetes Völkchen, das jeden Morgen ihre Weisheit mit einer goldenen Spachtel zu sich nimmt.
So ein Amok-Pinguin wird dir dann schon beibringen was du mitbekommen hast.
rayer
Für das schlechte Gedächtnis, das hast Du geschrieben:
"Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man es kaum überhören kann, wenn man ein anderes Auto anfährt, oder wenn man selbst angefahren wird. Du kannst dich darauf berufen, verkehrsuntüchtig zu sein, aber das macht die Sache auch nicht besser. Augen zu und durch."
Ich möchte wissen, wie kommt man zur eigenen Erfahrung, die überhörten Crashs auszuschließen? Ich will keinen animieren, ich möchte von Dir wissen, wie man nicht Wahrgenommenes als nicht möglich bezeichnen kann. Nix gehört, nix wissen, nix unmöglich. Basta.
Dorfdepp
Ganz einfach: Wenn man als Autofahrer einen Blechschaden verursacht, hinterlässt der Spuren am eigenen Fahrzeug. Wenn man keine findet, kann man sicher sein, keinen Blechschaden verursacht zu haben.
P.S. Dir fehlt Celsete zum Zoffen, stimmt's?
rayer
Der genannte Kumpel fehlt mir so sehr wie eine Darmgrippe. Zu Deinem Argument. Ich habe lange, bis vor 3 Jahren, ein Auto mit richtiger Stoßstange und Gummikante gefahren. Was denkst Du, was ich über Kratzer in dieser Gummikante gedacht habe? Nichts! Mal abgesehen davon, dass im Laufe der Jahre ich nicht mehr sagen konnte, was ist neu und was ist alt, ich putze mein Auto nicht von Hand, womit ich das nicht sehen würde.
Fritz
Gemerkt oder nicht, ich ärgere mich auch über jede Beule, die ich nach dem Einkaufen an meinem Auto finde. Im Zweifelsfall steige ich mal aus und sehe nach! Ich kann auch nur sagen ab zum Anwalt und besser keine fadenscheinigen Ausreden, kommt bei Richtern nicht so gut!
biscuitdealer
am besten erstmal zum anwalt
bh_roth
Das hatte ich vor etwa 3 Wochen. Es ist einfach ärgerlich, wenn man zurückkommt, und keinen Verursacher findet. Ich kann mir hier nicht vorstellen, dass das unbemerkt geblieben war, denn es muss schon ziemlich eng zugegangen sein.
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Aber- Glück im Unglück: Der Stoßfänger wird eh noch dieses Jahr lackiert, wegen ein paar Schrammen auf der anderen Seite (vom Vorbesitzer). Trotzdem- das hätte mir ja auch bei einer tadellosen Stoßstange passieren können.
Skorti
Einatmen ... Ausatmen ... Einatmen ... Ausatmen ...

Ich gehe ja auch nicht unbedingt den Diskussionen aus dem Weg, aber es gibt Diskussionen, die muss man nicht führen.

Sollte man sich wirklich in die Haare geraten, weil so ein Werbehonk mal wieder Reklame für so eine dusslige Internetseite machen will?

Vor 6 Wochen war es diesem "Kreativ"-Kopp neu, dass man bei Bagatellschäden keine Polizei rufen muss, aber er war durchaus in der Lage einen Link in die Fragestellung einzubinden.

Jetzt stellt er wieder eine Verkehrsfrage um einen, dem Aufbau nach, Link zum gleichen Anbieter zu posten.

Lasst diesen Werbemüll doch einfach unkommentiert stehen oder meldet ihn.
kreaktiv
Ja das Gericht prüft ob der Tatbestand vorliegt, dass es tatsächlich so der Fall war. Der Anwalt meinte, die Staatsanwaltschaft wird beweisen müssen, das bei dem beschriebenen Umstände ich im Normalfall den Unfall hätte mitkriegen müssen. Wenn das geschehen ist, dann erwartet mir eine Geldstrafe..Wir werden das dann als fahrlässig geltend machen (was es in dem Fall auch ist), damit die Strafe nicht zu hoch bewertet wird und die Haftpflicht auch aufkommt