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Gast

Fernseher geht nach Gewitter nicht mehr an, FI Schalter ist gekommen

Hallo, vielleicht kann mir jemand helfen !
Wir hatten vorhin ein sehr starkes Gewitter mit vielen Blitzen. Da ist der FI Schalter gekommen. Habe ihn dann wieder aktiviert und alle Geräte, wir wohnen in einem Reihenhaus, überprüft und festgestellt, das einer unserer Fernseher (Phillips Flachbild) nicht mehr angeht obwohl er während des Gewitters ausgeschaltet war.
Habe auch das Strom- und Antennenkabel danach ausgetauscht, jedoch kein Erfolg !
Würde mich über Hinweise freuen
Frage Nummer 110286

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Antworten (30)
bh_roth
Der Fernseher hat einen Überspannungsschaden, entweder über das Netzkabel, wenn es sich nicht um ein externes Netzteil handelt, oder über das Antennenkabel. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Fernseher ausgeschaltet ist oder nicht. Bei externen Netzteilen kommt am Fernseher von einer Spannungsspitze nichts schädliches an. Höchstens das Netzteil selbst ist übern Jordan.
Cordelier
Hatten wir vor etlichen Jahren bei meinen Ellis, da war das Netzteil durch. War teuer Geld Reparatur. Allerdings noch bei nem Röhrenfernseher.
turbohempel
Ja, leider ist das Netzteil dabei noch an, aber im Standby; d.h. es ist noch alles
angeschlossen und die Überspannung im Netz kann alles Mögliche zerstört haben.
Also alle Geräte und alles mit Fernbedienung bei Gewitter vom Netz trennen.
aralinski
Zu empfehlen sind Steckdosenleisten mit integriertem Blitzschutz, hier ein Beispiel.
Hierbei ist zu beachten, dass eventuell vorhandene Powerline-Adapter, je nach Hersteller, an diesen Steckdosenleisten oft nicht funktionieren.
Für den eigentlichen Fehler bleibt nur die Fachwerkstatt deines Vertrauens.
Gast
Als Elektrickser würde ich ja sagen, es ist im allgemeinen kein Problem einen Überspannungsschutz für alle Geräte im Haushalt direkt in den Sicherungskasten einzubauen...
turbohempel
Noch mal zum Blitzschaden: Vielleicht ist nur die kleine Sicherung hinter der Netzeinführung defekt (muss man Gerät aufschrauben ) Ansonsten ist der Blitzschutz im Verteilerkasten meist nur für Überspannungen aus Richtung E-Werk wirksam und nicht, wenn der Blitz in die Etagenleitungen oder Dach einschlägt.Bltzschutz in den Steckdosenleisten (ohne dicke Erdleitung an den Hauptstamm) vermindern zwar die Gefahr, helfen aber in vielen Fällen auch nicht.
Gast
Da in der Frage ja erwähnt wurde, dass der FI geflogen ist, ist von einer Überspannung von E-Werk Seite auszugehen. Demnach war mein Hinweis völlig korrekt.
Dass ein Blitz eine Etagenleitung direkt trifft, also hinter allen Absicherungen, ist zwar denkbar, aber eher ungewöhnlich. Dann wäre ja nicht mal ein normaler Blitzableiter installiert... aber selbst dann sollte der Überspannungsschutz im Sicherungskasten wirken. Eben weil er im Gegensatz zu den Steckdosenleisten direkt mit einer dicken Erdleitung verbunden ist.
machine
@celsete: Natürlich ist das alles ganz einfach, da in Spananien wohl auch Telefon und Antennenniederführung in der Unterverteilung angeklemmt sind.
@turbohempel: Leite den Fragesteller nicht dazu an, ein 230V Gerät zu öffnen, und erkläre mir bitte den "Hauptstamm". Ergo: Wenn keine Ahnung, Stille wahren.
machine
Für den Elektriker. Scheint doch nicht ganz so einfach zu sein.
Eine Nachtschulung könnte hilfreich sein.
Gast
Primus, mit einer Nacht Schulung kommt man da nicht viel weiter. Wie man an Dir sieht.
In einem Punkt hast Du allerdings Recht: hier in Spanien ist ein ordentlicher Potentialausgleich eher eine Seltenheit. Antennen etc sind fast nie geerdet, weswegen hier für jede Satanlage bzw jedes Antennenkabel zusätzlich ein gesonderter Überspannungsschutz empfohlen wird, Kann man einfach zwischen Antennenkabel und Receiver / Fernseher schrauben, kostet keine 30 Euro.
machine
Ah ja! Wohin soll der Überspannungsschutz denn bitte ableiten, wenn kein PA vorhanden ist?
Gast
An eine mit Sicherheit vorhandene Nullleitung, die garantiert irgendwo am nächsten Trafohaus geerdet ist. TN-C Netz.
Gast
Ach, der Überspannungsschutz für das Satkabel leitet übrigens nirgendwohin ab. Er funktioniert eher wie eine Schmelzsicherung.
machine
Wer´s glaubt, wird selig.
Gast
Ja, Primus... man kann zwar viel in Google nachschlagen, aber wie man an Dir sieht, nützt es nichts, wenn man keinerlei praktische Kenntnisse hat und nicht weiss, wie man es einsetzen kann.
machine
Da die Impulsdauer der vom Blitz im Netz erzeugten Transienten im µS-Bereich liegt, ist die "Schmelzsicherung" natürlich höchst wirksam.
In Deiner Hütte würde ich nichts Metallisches berühren, Du Flachmann.
machine
Kann man alles problemlos in der VDE 0185-305 nachlesen.
Gast
Da meine Haushaltsgeräte allesamt nach VDE 0172 - 0173 geprüft sind, mache ich mir da eher weniger Sorgen.
machine
Die VDE - Norm 172 gibt es übrigens nicht.
Zu dem haben alle 170er Normen mit dem Explosionsschutz zu tun. Nur mal so.
machine
0172 - bevor Du wieder weinst.
Gast
Primus, Test bestanden. Nach längerem Googeln hast Du herausgefunden, dass es die vorhin von mir erfundene VDE Norm nicht gibt. Auf Anhieb wusstest Du es nicht.
Also die Auflösung: ich war in D zuletzt Prüfer für Betriebssicherheit nach TRBS 1203 und habe da meist Geräte gemäß VDE 0701 / 0702 geprüft, sowie Hausanlagen gemäß VDE 0100-600.
Deswegen gebe ich hier manchmal Tipps ab, wie man seine Sicherheit in Bezug auf Elektrik etwas erhöhen kann, auf keinen Fall gebe ich solche idiotischen Tipps ab, dass Leute wie Du Geräte selber aufschrauben und nach Feinsicherungen suchen sollen.
In Deutschland ist ja alles "einfach". Fast jedes Haus ist vernünftig geerdet, Fundamenterdband, Erdspiess... Sachen, die in Spanien nicht oft funktionieren. Was macht man, wenn der Erdspiess im Fels einfach zuviel Ohm aufweist? Man geht besser über Null (nach dem FI), als gar keine richtige Absicherung zu haben.
Buenas noches
machine
Die Prüfung nach VDE 0701/2 kann von jeder Hilfskraft durchgeführt werden, 0100-600 setzt einige Kenntnisse voraus, sollte aber jeder Azubi im 3. Ausbildungsjahr beherrschen. Wenn das alles ist... Deine "Tipps" mit tropfenden Wasserhähnen bzgl. Erdübergangswiderstand u.Ä. lassen mich nicht in den Schlaf kommen.
Es gab eine Fernsehsendung mit dem Titel "Nicht nachmachen!". Haben die Kollegen bei dir gedreht?
Gast
Okay, Ing. Wir hatten es ja schon mehrfach, dass Dir das Grundlegende Wissen schlicht fehlte. Wenn Du noch nie was von einem tn-c-s system oder von PEN gehört hast schau Dir die Graphik mal in Ruhe an.
in sehr vielen Häusern auch in Deutschland gibt es schlicht keinen Potenzialausgleich. Das fällt noch unter Bestandsschutz. Da hat man keine andere Wahl als über den Null abzuleiten.
Gast
Hier der Link noch einmal, hat gerade nicht gefunzt.
bh_roth
Celsete, bist du jetzt total verwirrt? Was hat ing mit den Beiträgen hier zu tun?
turbohempel
mit "Hauptstamm" meinte ich natürlich den zentralen Erdungspunkt im Keller, an den Erdleiter,Nullleiter und Fundament-Erdpunkt angeschlossen ist.
Der Blitzeinschlag kann schon Schaden anrichten, bevor er dort abgeleitet wird.
..und die Dialoge sind ja wirklich zum Weinen !
Dorfdepp
Das Problem bei Blitzeinschlag ist, dass hohe und zeitlich sehr kurze Spannungsspitzen (Spikes) entstehen. Normale Haussicherungen, FI-Schalter und Gerätesicherungen sind zu träge um darauf anzusprechen. Inzwischen gibt es Blitzschutzsicherungen, weil man in der Lage ist, sehr schnell ansprechende Dioden und Thyristoren herzustellen. Bei Hausneuinstallationen werden sie im Sicherungskasten eingebaut. Ich habe meine Geräte an Blitzschutzstecker aus dem Baumarkt angehängt, aber auch damit ist mir im letzten Jahr ein Modem geschrotttet worden, da war der Spike schneller als der Thyristor. Manchmal gewinnt eben doch die Natur gegen die Technik.
Gast
@Ing: Sorry, war gestern schon etwas müde und genervt von diesem Fastprimaten.
Erst tut dieser Primus unter was weiss ich so, als wäre alles was ich schreibe falsch, und heute empfiehlt er genau die Überspannungsschutzgeräte, die ich gestern ja vorgeschlagen habe...
Ich weiss auch nicht, warum ich Deinen Nick geschrieben habe anstatt Primus inter Pavianes.... ich hoffe, das kommt nicht wieder vor.
machine
Bei uns zu Haus´ im sonnigen Spanien.
Gast
Primus, schönes Foto aus Deinem Badezimmer. Zeigt genau, wie Du Google verstehst. Praktische Erfahrung kannst Du ja nicht haben, das beweist Du ja immer wieder.