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elfigy

Flugzeugabsturz. Wozu ein Krisenstab, was wollen Regierungsmitglieder an der Absturzstelle ?

Ich las gerade, die Bundesregierung habe wegen dem Absturz in Frankreich einen Krisenstab eingerichtet. Welche Krise ist das denn? Es ist ein Unglück, das bereits geschehen ist und das auch kein Krisenstab mehr verhindern kann. Was wollen Merkel, Steinmeier und Dobrindt an der Unglücksstelle ? Sachverständig gucken ?
Die Angehörigen sind in Deutschland, die könnten sie besuchen, wenn sie ihr Mitgefühl ausdrücken wollen.
Frage Nummer 107249

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Antworten (22)
Amos
Eine solche Reaktion soll die Betroffenheit der Regierung und Opposition verdeutlichen. Alles andere ist l'art pour l'art.
moonlady123456
International Punkte sammeln, das ist alles. Oder anders ausgedrückt, sich wichtig machen.
bh_roth
Das frage ich mich auch. Ich frage mich auch, warum so viel Unsinn berichtet wird, woher die vielen "Experten" plötzlich kommen, quasi wie Pilze aus dem Boden schießen. Da wird berichtet (n-tv), dass nur Hubschrauber der Gendarmerie am Unglücksort sind. In unmittelbarer Nähe ist ein deutsch-französischer Militärflugplatz mit 150 Hubschraubern. Ich weiß, dass mindestens 30 Hubschrauber von dort im Einsatz sind. Das sind mehr, als die Gendarmerie insgesamt an Flugzeugen hat.
Die schlimmste Zeit der Berichterstattung, allen voran n-tv und N24 mit ihren Kindersprechern, ist die Zeit, in der man noch nichts weiß. Da schaltet man am besten weg.
Hefe
Putin hat vor Jahren bei einem Unglück gesagt, dass er an der Unfallstelle nur stören würde. Aber vielleicht brauchen die Ersthelfer eine Bestätigung, dass sie gut arbeiten.
Cordelier
Nach den ersten Bildern scheint der Airbus pulversiert worden zu sein.
bh_roth
So sieht das eben aus, wenn ein Luftfahrzeug mit 800 - 900 km/h auf einen Felsen knallt. Und bis das bewiesen ist, kann ein VT'ler auch noch eine Bombentheorie vertreten. Das bedeutet, dass die Teile mit anfänglich 250 Metern pro Sekunde auseinander fliegen. Wenn sie dann noch 4 Sekunden in der Luft sind, ergibt das einen Trümmerteppich mit einem Durchmesser von 1 km (nur als Rechenbeispiel).
bh_roth
Soviel ich gehört habe, wurde ein nicht automatischer Notruf abgesetzt, vor dem Sinkflug. Es ist denkbar, dass die Sauerstoffversorgung verunreinigt war - wie auch immer - und zur Bewusstlosigkeit der Piloten geführt hat. Dieses kann aber leicht im Leichnam nachgewiesen werden.
Es gab schon Fälle, in denen Triebwerkabgase irrtümlich in die Luft- bzw. Sauerstoffverorgung der Piloten eingeleitet wurde.
Es können auch Brände entstanden sein, deren Rauchgase so hochtoxisch sind, dass eine Ohnmacht innerhalb von wenigen Sekunden eintritt. Und diese Rauchgase müssen nicht sichtbar sein.
Dorfdepp
Im Gegensatz zu Steinmeier, der nicht mehr als nur Betroffenheit demonstrieren kann, wurde dies George W. Bush beim Hurrican Katrina nicht zum Vorwurf gemacht. George W. Bush wurde der Vorwurf gemacht, dass er nichts getan hat, als etwas zu tun war. Das ist ein Unterschied.
Amos
Gerd Schröder hat seinerzeit in Gummistiefeln und schwerer Betroffenheit beim Oderhochwasser eine Bundestagswahl gewonnen
Iceangel147
Ohne allzu sehr ins Detail zu gehen (der Krisenstab übernimmt in kürzester Zeit eine Vielzahl von Aufgaben), hier nur zwei als Beispiel: Geschieht ein Unglück mit deutscher Beteiligung (Lufthansa/GermanWings), so muss aus nationaler Sicht heraus sichergestellt werden, dass tatsächlich alle verfügbaren Mittel und Ressourcen im Unglücksgebiet zur Aufklärung bereitgestellt werden. Hier kann auch Hilfe (z.B. Ingenieure von Airbus) angeboten werden. Dies ist über Grenzen und Staaten hinweg keine simple Vorgehensweise - es müssen immer internationale Gesetze, Regeln etc. beachtet werden.
Auch werden Angehörige unterstützt. Allein die Überführung Verstorbener über Landesgrenzen hinweg ist eine Mammutaufgabe. Man benötigt dutzende von Bescheinigungen, Formulare, Beglaubigungen sowohl von deutschen als auch französischen Behörden. Und wo kriegt man so schnell einen Zinksarg her (anders dürfen Verstorbene nicht transportiert werden)? Das sind z.B. Aufgaben des Krisenstabes.
Musca
Ich denke, dass für viele der Angehörigen die direkte Anteilnahme hochrangiger Staatsvertreter vor Ort eine wichtige psychologische Hilfe ist. Inzwischen sind ja einige der Angehörigen an den Unfallort angereist, eigentlich eine völlig irrationale Entscheidung, was können sie dort ausrichten ? Trotzdem verständlich . Das Krisenmanagement hat m.E. bisher vorzügliche Arbeit geleistet, die Angehörigen werden betreut und konsequent von der Presse abgeschottet, bekommen vermittelt nicht allein zu sein. Mehr kann man in dieser tragischen Situation nicht machen.
Gast
Ing und bh,

Ebenso wie Ihr beide neige ich momentan zu der Annahme dass bei dem Flug irgendwas mit der Sauerstoffversorgung furchtbar schief gelaufen sein könnte.

Wir müssen aber abwarten, was die Flugschreiber hergeben.

Wäre ich jetzt Starmax, würde ich an den uralten James Bond Film Fireball denken, der mit der entführten Vulcan... da wurde die Sauerstoffzufuhr für die Piloten auch kreativ unterbrochen... Nur wem hätte das was genützt im Falle des Airbus?
Gast
Oh Oh... neueste Berichte sagen, dass ein Pilot vor dem Sinkflug das Cockpit verlassen hat und nicht wieder rein kam.
Ohne eine VT zu bemühen: ist dem anderen Piloten am Steuer was passiert, wie ein Herzinfarkt oder sowas, oder hat er Suizid begangen?
In so einem Fall müsste man sich überlegen, ob es eine so gute Idee war, dass man Cockpittüren von aussen überhaupt nicht mehr aufbekommt.
Gast
Scheisse. Hatte ich heute morgen doch schon richtig vermutet.
Unfassbar, dass es Leute gibt, die Selbstmord begehen und dabei noch 150 Leute mitnehmen müssen... Warum?
moonlady123456
Momentan sieht es leider nach erweitertem Suizid aus, so schrecklich diese Vorstellung auch ist.
Cordelier
Warum hat nicht wenigstens der Kapitän einen Emergency Code um die Tür zum Cockpit zu öffnen
Cordelier
Da sollte drüber nachgedacht werden. Oder zusätzlich die Chefstewardess. Dann dürfte sowas nicht mehr passieren. Da sind in der Vergangenheit aus der 9/11 Hysterie viele Fehler gemacht worden, und das hat sich vorgestern verselbstständigt. Auf fürchterlichste Art und Weise.....
bh_roth
@opal: Das hat seinen Grund, dass so wenige Menschen wie möglich den Code zur Türöffnung haben. Der Grund liegt auch für einen Laien auf der Hand. Ich (ich meine jetzt nicht ich persönlich) bekomme den Code aus der Stewardess heraus, spätestens, wenn ich ihr den 3. Fingernagel aus dem Finger gezogen habe. Nicht falsch verstehen, aber ihr habt keine Ahnung von Foltermethoden. Ich schon. Und wir waren alle dahingehend gebrieft, dass wir im Falle einer Gefangenschaft alles sagen sollen, was wir wissen. Denn irgendwann gibt man dem Schmerz nach. Ihr glaubt nicht, mit welchen geringen Mitteln man höllische Schmerzen erziehlen kann.
Das war hier also nicht zeilführend, zu bemängeln, dass nicht mehr Crewmitglieder den Öffnungscode kennen. Für mich bleibt rätselhaft, dass man diese Tür in den verbleibenden 8 Minuten nicht mit mechanischer Gewalt aufbekommt.
bh_roth
ich gehe davon aus, dass der im Cockpit verbliebene Pilot das Codeschloss zur Türöffnung außer Betrieb gesetzt hat. Denn mindestens die beiden Piloten kennen den Code.
Gast
bh_roth,
anscheinend kann man eine Cockpittür von innen noch mechanisch verriegeln.
Ich denke, das ist der Denkfehler. So kann eine einzelne Person die Kontrolle erringen.
Ich denke, als es noch eine dritte Person im Cockpit, den Bordingenieur, gab, wäre sowas wie jetzt nicht so passiert.
bh_roth
Das Panel der Türkontrolle hat drei Schaltstellungen:
off: jeder kann rein
norm: Codeschloss in Funktion
lock: Tür ist verschlossen. Codeschloss außer Funktion.