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Noch Fragen?

Frage Nummer 109331 jacquier

Nachbar, Bauarbeiten, Kran

Darf der Ausleger eines Krans, den ein Nachbar für Bauarbeiten nutzt, über mein Grundstück schwenken?
Antworten (14)
Amos
Ja, Lufthoheit über Deinem Grundstück hast Du in dem Fall nicht.
Dorfdepp
Für mich stellt sich diese Frage nicht, weil ich in so einem Fall keine Probleme mit meinen Nachbarn hätte. Allerdings haben deine Nachbarn ein Problem, nämlich dich. Einen Nachbarn wie dich wünscht sich niemand.
ing793
Nein, darf er nicht, wenn Du es verbietest.
Es muss noch nicht mal eine konkrete Gefahr von dem Kran ausgehen, alleine Deine Befürchtung reicht aus.
Einschlägige Urteile findest Du bei den OLGs Düsseldorf, Zweibrücken und Arnsberg.
Es gibt Ausnahmen, wenn Du in der Stadt bei enger Bebauung wohnst, da gehe ich jetzt aber nicht näher darauf ein.
Das ist die rechtliche Seite.
Allerdings gibt es auch noch die nachbarschaftlich-freundliche Seite, und da muss ich ohne Kenntnis der näheren Umstände Dorfdepp recht geben. Eine ernsthafte Beeinträchtigung erfährst Du nicht - warum also soll er nicht über Dein Grundstück schwenken (ich spreche dabei vom Ausleger, nicht von der Last - die sollte und kann es in der Regel auch über seinem Grundstück bleiben)
ing793
@Opal: klick hier mal auf "Zusammentreffen von AL und Krankheit". Da ist es eindeutig beschrieben. Nach den sechs Wochen ruht der Anspruch auf ALG I.
Kann sein, dass sich das wirklich geändert hat - der spricht da dauernd von "alter" und "neuer" Fassung.
ing793
verdammt, in den falschen Thread gerutscht...
Gast
@Ing
Mal eine vorsichtige Frage: Hast Du momentan starke mentale Probleme? So schnell, wie Du falsche Antworten ablieferst, irgendwas gegoogeltes als einzig wahr darstellst oder gar falsch interpretierst, Einzelfallentscheidungen vor irgendwelchen Gerichten als allgemeingültig darstellst...
Dein momentanes Mitteilungsbedürfnis bringt Dich zu einer Fehlerquote von teilweise grösser als 75 %.
Wie wäre es, mal wirklich was zu lernen anstatt nur am Computer falsche Ergebnisse abzulesen?
Gast
So, jetzt mal Tacheles:
Mein Vater war Bauunternehmer. Ich habe bei ihm oft auch den Kran gefahren.
Es ist zwar schon über 20 Jahre her, aber damals galt: Im Zuge der Baugenehmigung wurde dem Ordnungsamt auch mitgeteilt, dass ein Kran benutzt wird und wo er steht.
Standsicherheit muss gewährleistet sein, dazu sollte natürlich der öffentliche Raum (die Strasse) nicht blockiert werden. Mir ist kein Fall bekannt, wo das Ordnungsamt nein gesagt hat.
Als Kranführer weiss man, dass man schwebende Lasten nicht dort bewegt, wo man anderes Eigentum oder andere Personen gefährdet.
Wenn der Nachbar den Ausleger des Krans nicht über seinem Haus haben will, müssen gravierende Gründe vorliegen. Das sind aber wohl nur Einzelfälle.
aralinski
@Celsete: Da liegst Du richtig. Eine notwendige Baumaßnahme muss von den anliegenden Grundeigentümern geduldet werden. Die "Vorwarnzeit" beträgt m.W. 4 Monate. Sollte sich jemand querstellen, wird die Maßnahme per einstweiliger Verfügung sofort durchgesetzt.
aralinski
Also sofort nach dem Verstreichen der Kenntnisgebung, nicht dass hier jemand wieder Gesetze zitiert.
aralinski
Das war jetzt meinerseits ganz blöde ausgedrückt. Nochmals. Wenn ich meinem Grundstücksnachbar am 01.01 mitteile, dass Baumaßnahmen getroffen werden müssen, und er am 30.04. noch keinen Zugang ermöglicht, wird mir dieser geschaffen.
Punkt.
ing793
stimmt, Aralinski, mit der Kenntnis von Gesetzen und deren Anwendung hast Du es ja nicht gerade. Ich lebe übrigens seit gut 25 Jahren nicht mehr in der "BRD", sondern in "Deutschland". Deine "Wort"wahl wirft ein deutliches Bild auf Deine Aktualität.
@Celdodel: stimmt, mehrere OLG-Urteile sind natürlich alles Einzelfälle. Dass das die zweite Instanz ist, weißt Du aber doch schon?
Dein ganzer "Erfahrungsschatz" von vor zwanzig Jahren bezieht sich auf die Aufstellung des Kranes. Da liegst Du zufällig auch heute noch richtig. Sofern die Standsicherheit nachgewiesen wird, ist der Kran als solcher hinzunehmen. Für die Fragestellung ist das nutzlos (wie die meisten Deiner Antworten, aber das ist ja nicht neu).
Ich bleibe bei meiner Antwort. Möge Jacquier für sich entscheiden, was sie wert ist.
Dorfdepp
@ ing793
BRD war ein nichtoffizieller Begriff in Abgrenzung zur DDR. Aber unser Staat heißt immer noch Bundesrepublik Deutschland, nicht Deutschland, daran hat sich nach 1990 nichts geändert. So steht es auch auf meinem Reisepass von 2010.
Musca
unter Nachbarn miteinander zu reden scheint schwierig zu sein.......