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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000129486 Gast

Service Deutsche Bundesbahn (Barriere frei)

Ich fahre sehr viel mit der Bundesbahn und muss mich da anmelden .
Da ich im Rollstuhl sitze .Aber ich kann nicht fahren wie ich will ,denn der Service gibt mir bei jeder zweiten Anmeldung eine absage oder fahren sie über Schwerin da geht das .Ich möchte nach Rostock und nicht nur mit der Bahn umherfahren .Ich bin auch ein Mensch und möchte so behandelt werden
Antworten (8)
Skorti
Sehr interessant und informativ.
Nur warum erzählst du uns das?
dschinn
Das Problem ist einfach zu lösen.

Wenn die bei jeder zweiten Anmeldung absagen... meldest du dich einfach jedes zweite mal zweimal an. Das macht dann unterm Strich eine dritte Anmeldung, die lehnen sie ja nicht ab wie du schreibst.

Das vierte mal wäre dann ja auch wieder das zweite mal, sprich ab diesen Zeitpunkt meldest du einfach jede Fahrt immer zweimal an.
StechusKaktus
Ich wiederhole gerne für dich meine Antwort vom 09.07. zu der Frage, die du damals gestellt hast:

Es gibt ca. 5.600 Bahnhöfe in Deutschland. Wie viele davon mit Rampe für Rollstuhlfahrer ausgestattet sind, ist mir nicht bekannt. Angenommen, es ist die Hälfte, so gibt es bei 2.800 Bahnhöfen das Risiko, dass Rollstuhlfahrer nicht selbstbestimmt das Gleis erreichen. Denn Aufzüge, sofern sie vorhanden sind, können ausfallen.
Der Fragesteller schlägt vor, Personal bereitzuhalten, damit die Selbstbestimmung erhalten werden kann. Wenn ich pro Bahnhof im Durchschnitt 5 Personen (3 Schichten, Urlaub, Krankheit) bezahlen muss, die jeweils 30.000,- Euro/Jahr bezahlt bekommen, so sprechen wir über zusätzliche Kosten für die Bahn von 420 Mio./Jahr.
Die Gesellschaft muss sich überlegen, dieses Geld auszugeben. Anderenfalls müssen wir Menschen mit Einschränkungen zumuten, mehr in die Planung zu investieren oder um Hilfe von anderen Menschen zu bitten.

Aus Kosten-Nutzen-Erwägungen liegt mir der zweite Weg näher. Es gibt ja nicht nur Mobilitätseinschränkungen, die zu höherem Planungsaufwand führen. Auch andere Gruppen sind betroffen. Arme Menschen/Studenten können auch nicht jeden Zug nehmen und müssen mehr Zeit einplanen. Abgesehen davon erlebe ich meine Umwelt als sehr hilfsbereit. Es finden sich üblicherweise schnell zwei Menschen, die den Rollstuhl samt Fracht die Treppe hochbringen.
Das funktioniert aber weniger durch das Einfordern als um die Bitte um Hilfe.
Musca
Stechus , was du da sagst ist eine Bankrotterklärung zur Menschlichkeit. Zitat. "Es gibt ja nicht nur Mobilitätseinschränkungen, die zu höherem Planungsaufwand führen. Auch andere Gruppen sind betroffen. Arme Menschen/Studenten können auch nicht jeden Zug nehmen und müssen mehr Zeit einplanen." Zitat Ende.
Das ist mehr als zynisch.
Musca
Sorry , ich möchte meine Antwort zurücknehmen.
Unsre Regierung muß mit jedem Cent rechnen. Was oder wen interessieren da behinderte Menschen? Wenn der Flughafen Berlin jeden Tag ne Million kostet, die IT-Sicherheit von 1,0 auf mittlerweile 3,5 Milliarden gestiegen ist, ohne zu funktionieren.
Wenn Frau KKB mal eben sinnlos durch die Welt jettet,für schlappe 350.000.
Lieber Rollifahrer, stell dich nicht so an, du siehst doch, wie unermüdlich unsre Regierung am arbeiten ist.
Ich hoffe, lieber Mitbürger, dass Du meinen Zynismus verstanden hast.
ing793
@Musca, ich bin in vielen Dingen bei Dir (oder zumindest mal in der Nähe), aber hier überziehst Du wirklich.

Ich bin wahrlich froh, keine Behinderung zu haben. Aber such is life. Niemand kann erwarten, dass sich alles um seine Wünsche dreht.
Der Fragesteller wird nach Rostock kommen. Vielleicht nicht morgens um sieben wie gewünscht sondern nachmittags um vier (oder umgekehrt). Und da bin ich der Meinung, dass das schon eine echte Leistung ist, die da auch und für ihn erbracht wird.
Er soll dafür nicht dankbar sein, denn tatsächlich ist es eine Selbstverständlichkeit der Gesellschaft, dass sie ihm die Teilhabe am Leben ermöglicht.
Aber es gehört sich nicht zu meckern, weil diese Teilhabe eben einen Kompromiss darstellt und nicht 100% nach seinen Wünschen verläuft.
Musca
Ich empfehle einfach mal einen Selbstversuch, wer ist dazu bereit ? Mal einen Tag in einem Rolli seinen Alltag zu bewältigen, Beine mit Kabelbindern fixiert.
Es ist die Hölle.
dschinn
Ohne Zweifel, das wäre übel!

Wenn ich so drüber nachdenke... einen Selbstversuch... wer ist dazu bereit mal einen Tag meinen Alltag zu bewältigen?
Es ist die Hölle.

Alles ist relativ.