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Gast

Warum hat der Präsident des Thüringer Amtes für Verfassungsschutz mal mehr und mal weniger zu tun?

Er hatte sich ja im April zum Direktkandidaten, für den Bundestagswahl aufstellen lassen und jetzt die Kandidatur zurückgezogen, weil er sich mit voller Aufmerksamkeit für Amt des Thüringer Präsidenten für Verfassungsschutz konzentrieren wolle.
1. Warum ist Abgeordneter des Bundestages kein Vollzeitjob?
2. Warum ist Präsident des Amtes für Verfassungsschutz kein Vollzeitjob? Oder anders gefragt, warum sieht er die beiden Stellen als Halbtagsjobs, die man zusammen ganz easy bewältigen kann?
Frage Nummer 3000263966

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Antworten (5)
hase caesar
weil er in wirklichkeit eine frau ist und somit multitaskfaehichkeiten hat, die uns maennchen voellich abgehen
Skorti
Ich versteh die Leute nicht. da schimpfen alle, über Berufspolitiker, weil diese den Kontakt zur Bevölkerung verlieren. Dann kommen anderen die schimpfen, wenn einer der MDB-Job als Teilzeitaufgabe versehen will.
Gast: Das will er auch gar nicht. Wenn du oder der Präsident des Amtes für den Verfassungsschutz ein politisches Mandat erhaltet, ob als Stadtrat oder MDB, seid ihr für die benötigte Zeit vom Arbeitgeber freizustellen. Beim Stadtrat für die Sitzungsstunden, beim MdB wohl eher für die Legislaturperiode. Dann macht die Arbeit ein anderer.
Wenn der Präsi seine Kandidatur mit der Begründung zurückzieht, hat ihm wahrscheinlich der Türsteher (Parteiversammlung) gesagt: "Du kommst hier net rein!"
PezzeyRaus
Ich glaube, er hat so viel Zeit als VS-Präsi, weil es in Thüringen gar keine Verfassungsfeinde gibt, sondern nur lupenreine Demokraten.
ingSND
Du hast da etwas Grundlegendes nicht verstanden:
- ein Direktkandidat ist kein Abgeordneter. Sämtliche Direktkandidaten, die sich erstmals um ein Mandat bemühen, haben zum Zeitpunkt ihrer Kandidatur einen anderen Vollzeitjob (sofern sie niemanden gefunden haben, der privat ihren Lebensunterhalt finanziert)
- wenn aus einem Kandidaten ein Abgeordneter wird, dann kündigt er in der Regel seinen Vollzeitjob (bzw. lässt sich unter Fortfall der Bezüge freistellen), weil er einen neuen Vollzeitjob hat.

Die meisten Bundestagsabgeordneten folgen dieser Devise und sind Vollzeitabgeordnete. Jedenfalls die meisten aus SPD, Grünen und der Linken. Bei CDU, FDP und vor allen Dingen CSU ist ein wesentlich höherer Anteil der Abgeordneten Multitaskingfähig und bewältigt gleich mehrere Vollzeitjobs. Da kann man mal sehen, dass die offensichtlich viel schneller arbeiten können als die Sozen.
Skorti
Ja, da wundere ich mich auch immer, da wird als ein Hauptjob die eigene Kanzlei oder eine Firma geführt, wobei andere Manager oder Anwälte klagen, so was wäre nur mit riesigem Einsatz zu schaffen und es bliebe kaum Freizeit übrig. Parallel wird der Vollzeitjob Abgeordneter erledigt, der so aufwendig und zeitraubend ist, dass Abgeordneten Aufwandsentschädigungen zur Bezahlung von Personal zugestanden wird. Dies wird gerne noch verknüpft mit den auch nicht unwichtigem Job als Bundes-, Landes- oder Kreisvorsitzenden oder -sprecher.
Die Spitzenleute geben dann noch was von ihrer Freizeit auf, um in der Industrie als Aufsichtsratsmitglied tätig zu sein.
Respekt Alter.