Gast

Was passiert,wenn ich für Tochter nicht mehr bürgen kann ?

Damit meine Tochter (Studentin) eine Wohnung bekommen kann, habe ich (alleinerziehend) als Mutter für sie gebürgt.
Was ist, wenn sie keine Arbeit nebenbei findet oder zu wenig verdient, um ihre Miete zu bezahlen ? Ich selbst gehe demnächst in Rente und kann die Bürgschaft nicht mehr leisten (zu kleine Rente).
Fliegt meine Tochter aus der Wohnung ?? Oder ich, wenn ich ihre Miete nicht zusätzlich bezahlen kann ???
Danke für Hilfe !
Frage Nummer 65179

Antworten (4)
Nelchen
Wenn ich dich richtig verstehe hast du für deine Tochter für die "normale" Mietzahlung gebürgt, nicht also "nur" für eine bestimmte Höhe (oft bei z.B. Kautionen gemacht)!? Sollte dies der Fall sein, bist du denke ich leider derjenige der die sprichwörtlich A++++karte hat, sollte deiner Tochter irgendwann nicht möglich sein, die Miete zu zahlen bist du dran und da jetzt raus zu kommen ist sicher schwierig. Vielleicht lässt der Vermieter mit sich reden und setzt einen neuen Vertrag nur mit deiner Tochter auf, was ich für sehr unwahrscheinlich halte.
Für dich persönlich stellt sich eher die Frage wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass deine Tochter die Miete nicht zahlen kann. Und wie lange wird das Studium und der damit verbundende vorübergehender Geldmangel noch dauern kann. Also wie viel Zeit ihr im Zweifel überbrücken müsst.
Nelchen
Ich muss aber auch zugeben, dass man sich bei einer Bürgschaft immer dem "worste case" ausmalen muss, sowohl bei dir als auch bei deiner Tochter. Was hier wahrscheinlich dazu geführt hätte, dass du das nicht machst und deine Tochter keine oder eine deutlich günstigere Wohnung hätte nehmen müssen.
mantrid
Unter Bankern gibt es einen Spruch: Wer bürgt wird erwürgt. Bei einer unlimitierten selbstschuldernischen Bürgschaft haftet man unbegrenzt mit allem, was man hat. Deswegen niemals und unter gar keinen Umständen eine Bürgschaft unterschreiben! Jeder Ehevertrag ist haftungsrechtlich harmloser.
Wenn man aus einer Bürgschaft in Anspruch genommen wird, haftet man so, als wären es die eigenen Schulden, im Extremfall also bis hin zur Privatinsolvenz. Um den Lebensunterhalt (und eine angemessene Studentenwohnung) zu bezahlen hat die Tochter Anspruch auf Unterhalt der Eltern. Reicht dieser Anspruch nicht aus, weil die Eltern z.B. nicht über ein ausreichend hohes Einkommen verfügen, gibt es Beihilfen, z.B.Studenten-BAFöG. Ich würde empfehlen, sich bei entsprechenden Beratungsstellen (AStA) kundig zu machen, damit es gar nicht erst zu einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft kommt. Nochmals Leute, bürgt N I E M A L S !!!!
TschiTschi
So etwas kann nur pssieren, wenn man sich nicht voher überlegt, was eine Bürgschaft bedeutet. Ich würde jetzt schon nach einer neuen Wohnung für meine Tochter suchen - bevor Du in Rente gehst!
Zur Not muss deine Tochter halt in ein Studentenwohnheim!