HOME

Noch Fragen?

Frage Nummer 3000112692 StechusKaktus

Wie bekommt man leichter den Schnee vom Dach?

Überall stehen Menschen auf Dächern, gefährden sich und schaufeln Schnee herunter. Es wirkt extrem ineffizient. Wie könnte es besser gehen?
Antworten (9)
StechusKaktus
Eine Idee, von der ich las: Dachstuhl aufheizen, Schnee schmilzt und rutscht runter.

Meine Idee: Ein Mann auf dem Dach drückt oben eine lange Eisenkette in den Schnee, die Enden hängen vom Dach und werden dann an einem Schlepper befestigt, der die Kette mit dem Schnee nach unten zieht.

Welche sonstigen Ideen gibt es?
neilo
Longfrontbagger von Abbruchunternehmen einsetzen.
ing793
Das mit der Kette gefällt mir - das schafft Arbeitsplätze, da die im Süden verbreiteten "Dachlawinenschütze" sich dabei genauso verabschieden wie die Dachrinnen.

Im Ernst: die Leute, die seit Jahrhunderten mit der Situation leben und ihre Weise gefunden haben, damit umzugehen, haben gaaaanz bestimmt verzweifelt darauf gewartet, von einer Flachlandtirolerin zu hören, wie sie ihre Arbeit besser machen können.
StechusKaktus
Ich habe mich getäuscht. Du bist doch kein Ingenieur. Wer Ingenieur aus Berufung ist, freut sich über Ideen zur Verbesserung und kritisiert nicht nur daran herum.

Jahrhundertelang haben die Menschen ihre Christbäume mit Flügelmuttern in Ständer gezwängt. Ich will gar nicht wissen, wie viele Ehen daran zerbrachen, weil der Aufsteller gezwungen wurde, diese Arbeit solange zu widerholen, bis der Baum gerade war.

Dann erfand einer den Ständer mit dem Drahtseil: Bingo!

Ergo: Es MUSS einfacher und schneller gehen als mit 10 Männern auf dem Dach mit Schneeschaufeln. Vielleicht die Baggeridee weiterentwickeln? Die gefällt mir auch besser.
ing793
Ich werde mich über Verbesserungen freuen, sobald hier welche auftauchen ...
dschinn
Verstehe gar nicht, wo das Problem ist.

Man müsste doch die Dächer einfach so spitz konstruieren, dass der Schnee durch sein Gewicht alleine runter rutscht?

Also wie bei einer Kirche (Kirchturm) den Dachstuhl anheben, damit der Dachwinkel steiler ist?

Auf Kirchtürmen liegt doch auch kein Schnee.
elfigy
Mit Baggern und Hebebühnen und Minischneefräsen wird längst gearbeitet. Aber im TV macht es sich besser, die Männer beim Schaufeln zu zeigen. Da werden Helden gezeigt.
Stell Dir doch mal nur eine von vielen Kleinstädten vor. Es sind 1000 Dächer zu räumen. Wie viele Großgeräte kannst Du da aus ganz D in der gebotenen Eile hinschaffen? Wenn
Zufahrtstraßen gesperrt sind und die Bagger nur mit Tiefladern transportiert werden können.
Oder soll so eine Kleinstadt ca. 100 Bagger bevorraten für eine Aktion, die nur alle 10 Jahre stattfindet, die aber an einem Tag erledigt sein muß.
Und was ist mit den vielen kleinen Dörfern? Sollen die alle ein bis drei Bagger in Bereitschaft haben? Das ganze Gerät muss ja auch einsatzbereit und gewartet sein.
Immer lustig, wenn sich Flachlandtiroler Gedanken machen. Aber ehrenwert.
ing793
Soweit ich weiß, ist D in verschiedene Schneeklassen eingeteilt und je nach Klasse muss das Dach eine gewisse Schneelast aufnehmen können.
In aller Regel also muss an den Dächern gar nichts gemacht werden.
Aktuell ist eine doppelte Ausnahmesituation: zum einen ist in sehr kurzer Zeit sehr viel Schnee auf einmal gefallen (ohne dass zwischendurch mal was runtergerutscht oder runtergeweht worden wäre), zum anderen droht Regen.
Pulverschnee an sich ist eher unproblematisch, auch in größerer Dicke. Aber er bindet verhältnismäßig viel Wasser, wenn es dann regnet. Und der Papp, der wird dann zu schwer.
Das kommt alle Jubeljahre einmal vor und dann gibt es halt nicht genügend Kleinfräsen und eine Reihe von Dächern wird von Hand geräumt.

Anders als beim Christbaumständer ist das kein Problem, dass dringender Überlegung bedarf (und auch beim Ständer hat es Jahrzehnte gebraucht, bevor da mal wieder eine gute Idee kam)
Musca
Jede Region auf diesem Erdball hat oder hatte mal eine historische, den jeweiligen Begebenheiten angepasste Bauweise. Solange man diese jahrhundertlangen Erfahrungen berücksichtigt, ist man auf der sicheren Seite.
Wenn man mal alle paar Jahrzehnte schweren Pappschnee vom Steildach schieben muss...was soll´s. Problematisch wird es, wenn Flachdachkonstruktionen (hart an der statischen Grenze) im alpenländischen Raum gebaut werden. Genau die sind in der Vergangenheit eingestürzt, mit etlichen Toten. Auch die Abrodung von Wäldern im Alpenraum verursacht massive Lawinengefährdung. Die Ansiedlung in gefährdete Gebiete
ist genauso ein Schwachsinn, sei es Lawinen in Form von Schnee oder Schlamm/Geröll oder auch Hochwasser.
Wir sollten einfach die Natur begreifen und respektieren, statt hoffnungslos gegen sie anzukämpfen.
Aber um Deine Frage zu beantworten: wie wäre es mit Nanotechnologie in Verbindung mit Steildächern ? Das gibt es bereits. Wenig Reibung, der Schnee flutscht schon bei 30° Dachneigung einfach so runter.

Ps. Gruß an Klaus, mein PC tut es wieder, wie man sieht.