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Anschlag bei Wahlkampfauftritt: Leibwächter vereiteln Messerattacke auf finnischen Premier

Ein Mann hat bei einem Wahlkampf-Rundgang des finnischen Ministerpräsidenten Jyrki Katainen in der Stadt Turku ein Messer gezückt. Sicherheitskräfte übermannten den Angreifer.

Der finnische Regierungschef Jyrki Katainen ist am Montag während eines Wahlkampfauftritts im Westen des Landes einer mutmaßlichen Messerattacke entgangen. Der Sicherheitsdienst des Ministerpräsident habe in Turku einen Mann im Besitz eines Messers festgenommen, erklärte sein Büro. Der Ministerpräsident sei nicht verletzt worden und sein offizielles Programm werde wie geplant fortgesetzt.

Ein Sprecher von Katainens konservativer Nationalpartei, Joonas Kallio, sagte nach Angaben der Online-Ausgabe der Zeitung "Helsingin Sanomat", ein Mann habe sich während der Veranstaltung in Turku Katainen genähert und "ruhig das Messer aus seiner Tasche gezogen". Sicherheitsleute hätten den Mann aber sofort überwältigt, so dass er nichts weiter unternehmen konnte.

Die Zeitung "Hufvudstadsbladet" berichtete, ein junger "zerzauster" Mann habe sich Katainen genähert, um seine Hand zu schütteln. Er sei in einer schwierigen Situation und brauche Hilfe, habe er gesagt, bevor er auf die Knie gegangen und ein Messer gezogen habe. Er habe dann etwas über Töten gesagt, sagte ein Fotograf, der die Szene beobachtete.

Der 41-jährige Katainen ist seit seit Juni vergangenen Jahres finnischer Regierungschef und ist ein entschiedener Verteidiger des Euro. Er befindet sich derzeit für die Kommunalwahlen am kommenden Sonntag im Land auf Wahlkampftour.

jar/AFP / AFP