Ausnahmezustand auf Island Gletscher-Vulkan ausgebrochen


Wegen eines Vulkanausbruchs sind in Island mehr als 500 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Der wegen des Ausbruchs gesperrte Flugverkehr wurde mittlerweile wieder freigegeben.

Islands Behörden haben nach einem Vulkanausbruch für den südlichen Landesteil den Ausnahmezustand ausgerufen. Gut 500 Anwohner in drei Ortschaften am Eyjafjalla-Gletscher mussten ihre Häuser verlassen.

Die Behörden auf Island haben den Flugverkehr am Sonntagmittag wieder freigegeben. Ein Sprecher sagte in Reykjavik, die Eruptionen aus der Region des Eyjafjalla-Gletschers seien so begrenzt, dass keine Gefahr mehr für Flugzeuge durch Lava oder Asche in der Luft bestehe.

Unmittelbar nach den ersten Vulkanaktivitäten im südlichen Teil Islands in der Nacht waren alle Starts und Landungen auf dem internationalen Flugplatz Keflavik sowie auf den Flugplätzen in Reykjavik und Akureyri untersagt worden.

Wie der Rundfunksender RUV berichtete, kam es kurz nach Mitternacht zu ersten Eruptionen unter dem Eyjafjalla-Gletscher. Geologen erklärten nach ersten Hubschrauberflügen, dass sich der Riss in dem Gletscher über eine Länge von etwa 500 Metern erstrecke.

Als größte Gefahr für Menschen stufen die Behörden Überschwemmungen durch Schmelzwasser ein. Das Zentrum des Ausbruchs sei noch nicht ermittelt, hieß es aus Reykjavik.

Die Atlantik-Insel Island ist aus vulkanischen Aktivitäten entstanden und birgt in ihrem Untergrund zahlreiche aktive Vulkansysteme. Der bekannteste Vulkan ist Hekla. Er war zuletzt vor zehn Jahren ausgebrochen.

DPA DPA

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