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Australien: Vogelspinnen & Königspythons - Zollbeamte öffnen gefährliches Paket

Australische Zollbeamte fanden mithilfe eines Röntgenscanners zwei Dutzend giftige Tiere in einer Postsendung. Das sei Tierquälerei und gefährlich für die Bevölkerung, betonte die Behörde.

Zu sehen ist eine große mexikanische Vogelspinne in der Nahaufnahme.

Eine mexikanische Rotknie-Vogelspinne - fünf dieser Tiere entdeckten die Beamten in dem verdächtigen Paket

In einem als Schuhsendung getarnten Paket hat der Zoll in Australien mehrere lebende exotische Spinnen und Schlangen aufgespürt. Der wahre Inhalt des in Nordeuropa abgeschickten Kartons sei mit Hilfe eines Röntgengeräts entdeckt worden, teilten Beamte am Dienstag in Melbourne mit. In dem Paket mit der Aufschrift "2 pair shoes" ("Zwei Paar Schuhe") befanden sich demnach unter anderem drei Königspythons, zwei Hakennasennattern, neun große Vogelspinnen aus Südamerika sowie vier asiatische Heterometrus-Skorpione. Insgesamt 24 Spinnen, Schlangen und Skorpione.

Den genauen Absender sowie den Empfänger nannte die australische Grenzschutzbehörde Australian Border Force unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

"Grausam und gefährlich"

Ein Tierarzt habe alle Schlangen und Spinnen eingeschläfert, sagte ein Sprecher des Agrarministeriums. Die Behörde betonte, dass dies sowohl Tierquälerei als auch ein Risiko für die australische Bevölkerung sei: Die Tiere hätten Krankheiten und Schädlinge einschleppen können, schrieb die Leiterin der Abteilung für Biosicherheit, Lyn O'Connell, in einer Mitteilung.

Die Facebook-Seite des australischen Zolls, "Australian Border Patrol", nahm das Ganze mit Humor und schrieb: "Dinge, die du nach Australien schicken kannst: Postkarten, Briefe, Kleidung und Schuhe. Dinge, die du nicht nach Australien schicken kannst: Pythons, Riesen-Taranteln, Grubenottern und Skorpione."

jse / DPA